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Ein Kommentar von Sean Hagerty, Managing Director, Vanguard Europe

Vanguard vertritt die Interessen aller Anleger. Wir stehen für Fairness und sind nur einem Ziel verpflichtet: dem Anlageerfolg unserer Kunden. Diese Philosophie leben und atmen wir, und deshalb empfehlen wir Anlegern ein kosteneffizientes und diversifiziertes Portfolio.

Sorgfältige Diversifizierung bedeutet, in Unternehmen aus allen Marktsegmenten zu investieren. Doch immer mehr Anleger fordern von ihren Fondsmanagern, bestimmte Unternehmen aufgrund ihres ESG-Profils zu verkaufen. Die Frage ist, ob Ausschluss und Verkauf wirklich der richtige Weg sind.

Wir haben ESG-Aktienfonds analysiert1 und ihre Anlageergebnisse mit den Renditen ihrer Märkte verglichen. Die meisten dieser Fonds, so das Ergebnis unserer Analyse, erzielen gegenüber dem Markt keine Mehrrenditen.2 Natürlich verstehen wir, dass einige Anleger aus moralischen Gründen an bestimmten Unternehmen nicht beteiligt sein wollen – insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Aus diesem Grund hat Vanguard Fonds aufgelegt, die bestimmte Unternehmen ausschließen. Wir sind jedoch überzeugt, dass ESG-Strategien auch Raum für Beteiligungen an und Engagements mit Unternehmen im Rahmen eines diversifizierten Indexportfolios haben sollten. Wenn wir an unseren Beteiligungen festhalten und uns für eine bessere Steuerung materieller ESG-Risiken einsetzen, können wir langfristig und nachhaltig Wert für Anleger und die Gesellschaft schöpfen.

Engagement statt Verkauf

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Indexfonds legt Vanguard großen Wert auf ein robustes Investment Stewardship Programm. Unser Stewardship Team schützt den Wert der Beteiligungen von 30 Millionen Vanguard Kunden weltweit. Dazu sprechen wir mit den Unternehmen in unseren Portfolios und setzen uns für eine sorgfältige Kontrolle und Reduzierung aller materiellen Risiken (einschließlich ESG-Risiken) ein, die die langfristige Wertentwicklung des Unternehmens und den Shareholder Value gefährden könnten. 

Die Indexfonds von Vanguard sind quasi dauerhaft an vielen Tausend Unternehmen weltweit beteiligt. Wir sind überzeugt, dass unsere regelmäßigen Engagements mit den Führungsgremien von Unternehmen und unsere Stimmrechtvertretung auf Hauptversammlungen zu guten Governance-Standards, messbaren Verbesserungen und langfristiger Wertschöpfung beitragen könnenDank Engagements und Interessenvertretung gehört Vanguard zu den führenden Stimmen bei wichtigen Governance-Fragen wie Management-Diversität, Unabhängigkeit von Aufsichtsgremien, Governance-Strukturen, Steuerung von ESG-Risiken, Transparenz und Risikomanagement.

Was Klimarisiken angeht, ziehen wir eine Kapitalbeteiligung und Engagements einem Verkauf und Ausschluss vor. So können wir uns im Dialog mit den Führungsgremien eines Unternehmens für eine bessere Steuerung von Klimarisiken einsetzen. Durch einen Verkauf reichen Anleger CO2-intensive Vermögenswerte womöglich an Besitzer weiter, die sich nicht für den eigentlich angestrebten positiven Wandel stark machen, was wiederum eine Dekarbonisierung unserer Wirtschaft erschwert oder vereitelt.

Klimarisiken für Aktionäre gehören zu den obersten Prioritäten unseres Stewardship-Teams. Deshalb sprechen wir mit Unternehmen über deren Pläne zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen und fordern im Zuge der Energiewende erhöhte Transparenz.

Von Führungs- und Aufsichtsgremien fordern wir außerdem Rechenschaft, was die ihre Berichte und Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Ziele angeht.  Wir befürworten einheitliche Berichtsstandards und unterstützen deshalb schon seit Langem die Taskforce on Climate Related Financial Disclosures (TCFD). Auch begrüßen wir die aktuelle Initiative zur Gründung eines neuen internationalen Gremiums für Nachhaltigkeitsstandards, das im Interesse aller Anleger weltweit einheitliche Berichtsstrukturen entwickeln soll.

Wir fordern Unternehmen auf, ausreichende Aktionspläne zum Schutz des Shareholder Value vor absehbaren materiellen Risiken zu entwickeln. Dazu zählen umfangreiche gestrandete Vermögenswerte oder physische Klimarisiken, Reputationsschäden, Schäden in Kundenbeziehungen, eine Schwächung der Wettbewerbsposition oder Auswirkungen durch neue Gesetze. Wir sind überzeugt, dass diese Philosophie den Interessen unserer Kunden eher gerecht wird als ein simples Abstoßen von Unternehmen mit schwachem ESG-Profil, wodurch wir die Verantwortung letztlich anderen zuschieben.

ESG ist Geschmackssache

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass Anleger ESG unterschiedlich interpretieren. Wir sind zutiefst überzeugt, dass breiteDiversifizierung und Engagements der richtige Weg sind; doch wir wissen auch, dass diese Strategie nicht jeden Anleger zufriedenstellt. Einige wollen bestimmte Unternehmen aus moralischen Gründen oder aber aufgrund ihrer eigenen Risikoanalyse lieber ganz aus ihrem Portfolio ausschließen. Wieder andere wollen aktiv investieren und die Bewertung von ESG-Chancen und -Risiken an einen Manager delegieren.

Wir wollen Anlegern auch in Zukunft ein faires Angebot machen und ihnen dabei helfen, ihre Werte und Anlageziele bestmöglich umzusetzen. Deshalb stehen wir im Dialog mit den Unternehmen in unseren Portfolios, integrieren zahlreiche ESG-Faktoren in die Anlageprozesse unserer aktiven Fonds und entwickeln Anlagestrategien, mit denen Anleger bestimmte ESG-Risiken ausschließen können.

Aus demselben Grund erfüllen sämtliche Vanguard ESG-Fonds bestimmte Kriterien:

  • Transparente Aufschlüsselung der Portfoliostruktur (damit Anleger genau wissen, was sie kaufen).
  • Kosteneffizienz (auch für Fonds mit ESG-Siegel).
  • Angemessene Renditeziele.

Jedes unserer ESG-Produkte setzt die vier Vanguard Anlageprinzipien um (Ziele, Balance, Kosten, Disziplin3) und erfüllt unser Leistungsversprechen: Wir stehen für Fairness und Transparenz und sind nur einem Ziel verpflichtet – dem Anlageerfolg unserer Kunden.

 

1 Die Studie wurde ursprünglich im Journal of Portfolio Management veröffentlicht: Plagge, J.-C. and D. M. Grim. 2020. „Have Investors Paid a Performance Price? Examining the Behavior of ESG Equity Funds.“ JPM Vol 46 Issue 3 Ethical Investing: 123–140. Wertentwicklung von passiven und aktiven US-Aktienfonds und -ETFs, die von Morningstar als ESG-Fonds klassifiziert werden. Untersuchte Zeitspanne: 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2018.

2 Definiert als faktorbereinigtes Brutto-Alpha.

3 Weitere Informationen finden Sie unter «Grundprinzipien erfolgreicher Vermögensanlage».

 

 

 

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.

Wichtige allgemeine Hinweise

Nur für professionelle Anleger (im Sinne der MiFID II-Richtlinie) und institutionelle und professionelle Kunden (im Sinne des schweizerischen Finanzdienstleistungsgesetzes («FIDLEG»)), die auf eigene Rechnung investieren (einschliesslich Verwaltungsgesellschaften (Dachfonds) und professionelle Kunden, die im Namen ihrer Kunden mit Verwaltungsvollmacht investieren). Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Dies ist eine Marketingmitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen eine Werbung im Sinne von FIDLEG dar. Bitte lesen Sie den Prospekt und die wesentlichen Anlegerinformationen («KIID») jedes OGAW-Fonds, auf die in diesem Dokument Bezug genommen wird, um weitere Informationen über die Anlagepolitik des Fonds zu erhalten und bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Weitere Informationen zur Anlagepolitik des Fonds finden Sie im Dokument mit den wesentlichen Informationen für den Anleger („KIID“). Die KIID für diese Fonds sind in Landessprachen zusammen mit dem englischen Prospekt auf der Website von Vanguard unter https://global.vanguard.com/ erhältlich.)

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind nicht als Angebot oder Angebotsaufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren zu verstehen, wenn in einem Land einsolches Angebot oder eine solche Aufforderung rechtswidrig ist, wenn Personen betroffen sind, denen ein solches Angebot oder eine solche Aufforderung gesetzlich nicht gemachtwerden darf, oder wenn derjenige, der das Angebot oder die Aufforderung macht, dafür nicht qualifiziert ist. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen keine Rechts-,Steuer- oder Anlageberatung dar. Sie dürfen sich deshalb bei Anlageentscheidungen nicht auf den Inhalt dieses Dokuments verlassen.

Die Vanguard Group (Ireland) Limited hat die Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor („EU SFDR“) entsprechend umgesetzt. Vanguard hat ein Rahmenwerk zur internen Produktklassifizierung eingeführt, mit dessen Hilfe festgestellt werden kann, ob bestimmte Vanguard-Fonds neben anderen Merkmalen auch ökologische und/oder soziale Merkmale fördern oder aber ob ein Fonds nachhaltige Investitionen zum Ziel hat. Vanguard bewertet auch, inwieweit Nachhaltigkeitsrisiken in den Anlageentscheidungsprozess einfließen. Erläuterungen zum Ansatz von Vanguard bei der Integration von Nachhaltigkeitsrisiken, auch in die Vergütungspolitik, sowie eine Übergangserklärung zur Unterstützung der Berücksichtigung von Principal Adverse Indicators (das sind die Auswirkungen der Anlageentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren, allgemein als PAI bezeichnet) werden auf der Policy-Seite der globalen Website von Vanguard zur Verfügung stehen."

Im EWR herausgegeben von der Vanguard Group (Ireland) Limited, die in Irland von der irischen Zentralbank reguliert wird.

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