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Für Aktionäre sind eigene Abstimmungsanträge ein wichtiges und effektives Mittel, um sich Gehör zu verschaffen und Einfluss auf die Leitung eines Unternehmens auszuüben. Gegenstand von Aktionärsanträgen sind häufig Governance-Themen wie Aktionärsrechte oder soziale bzw. ökologische Themen.

Auf der Jahreshauptversammlung (HV) eines Unternehmens stimmen die Aktionäre in der Regel über eine Reihe von Anträgen ab, die vom Management auf die Tagesordnung gesetzt werden. Bei den meisten dieser Anträge handelt es sich um Routineangelegenheiten, in jeder Saison kommen jedoch auch einige spannende Aktionärsanträge zur Abstimmung, von denen einige sogar das Interesse der Medien auf sich ziehen. Diese Anträge und das Abstimmungsverhalten der Aktionäre können Licht auf ein bestimmtes Thema in einem Unternehmen und auf die Ziele aktivistischer Aktionäre werfen.

Im Rahmen unseres Stewardship-Programms üben wir auch die Stimmrechte der Vanguard Aktienindexfonds aus. Anlässlich der nahenden Hauptversammlungssaison wollen wir an dieser Stelle erläutern, wie wir mit Aktionärsanträgen umgehen.

Was sind Aktionärsanträge?

Wenn Aktionäre (in der Regel institutionelle Investoren) oder Aktionärsgruppen Einfluss auf die Führung eines Unternehmens nehmen möchten, können sie einen eigenen Antrag zur Abstimmung stellen. Darin können sie Unternehmen zum Beispiel zu einer Bewertung von Klimarisiken auffordern oder genauere Informationen zur Zusammensetzung ihrer Belegschaft verlangen (Stichwort Vielfalt).

Diese Anträge werden auf die Tagesordnung der Hauptversammlung gesetzt, wo sie von anderen Aktionären geprüft werden können. Sie ergänzen die Anträge der Unternehmensführung, unter anderem zur Managementvergütung oder zu Änderungen in der Corporate Governance des Unternehmens. (Die Abstimmung zu derartigen Anträgen ist in manchen Fällen freiwillig, in vielen Fällen jedoch gesetzlich vorgeschrieben.)

Wird ein Vorschlag eingereicht, können die Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung über diesen Antrag abstimmen.

In Großbritannien sind Unternehmen verpflichtet, ihre Jahreshauptversammlung innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Geschäftsjahres (6. April bis 5. Oktober) abzuhalten. Dort wird die HV-Saison als AGM Season oder Proxy Voting Season bezeichnet.

Stimmrechtsvertretung durch das Investment Stewardship Team

Für die Ausübung der Stimmrechte unserer Aktienindexfonds ist das Vanguard Investment Stewardship Team verantwortlich, das Aktionärsanträge analysiert und im Einzelfall entscheidet, ob wir einen Antrag unterstützen oder ablehnen sollten. Das Team stimmt also im Namen unserer Fonds ab – und vertritt damit die Stimmrechte unserer Fondsanleger. Im Englischen ist dieser Prozess als Proxy Voting bekannt.

Wie wir im Einzelfall abstimmen, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Unternehmensberichte, Research-Berichte externer Anbieter, direkte Engagements mit den Unternehmen und oder die Haltung anderer Aktionäre.

Letztlich stimmen wir nicht „für“ oder „gegen“ ein Unternehmen ab, sondern im langfristigen Interesse der Aktionäre des Unternehmens. Nach unserer Erfahrung lohnt es sich, das direkte Gespräch sowohl mit den Antragsstellern als auch mit dem Unternehmen selbst zu suchen. So können wir uns ein besseres Bild machen und auch unabhängig vom eigentlichen Abstimmungsergebnis bessere Ergebnisse für langfristig orientierte Anleger erzielen.

Weitere Informationen zu unserem Abstimmungsverhalten bei Aktionärsanträgen finden Sie in dem PDF-Dokument.

 

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