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Vanguard Marktausblick September

Der Vanguard Marktausblick beinhaltet jeden Monat unsere Sicht auf aktuelle Marktentwicklungen, Wachstum, Geldpolitik, Handel und stets das aktuellste zu Sonderthemen wie Brexit und COVID-19.

Lesen Sie die Expertenanalysen und Forschungsergebnisse unserer Investment Strategy Group und dem Center for Investor Research.

Das Wichtigste:

  • Aufgrund neuer Infektionswellen sinkt unsere Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft im laufenden Jahr von rund 7,5% auf 6%.
  • Die US-Notenbank wird ihre Wertpapierkäufe voraussichtlich bereits ab dem vierten Quartal 2021 reduzieren.
  • Die Bank of England dürfte ihre Zinsen schon in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 anheben, nicht erst im Jahr 2023.
  • Die Inflation in den Vereinigten Staaten zieht wahrscheinlicher stärker an als im Euroraum.

Konjunktur

Wegen erneut steigender Infektionszahlen und Angebotsengpässen wächst die Wirtschaft in den USA voraussichtlich weniger deutlich, als wir zuletzt erwartet hatten. Auch im zweiten Quartal lag das Wachstum mit 6,6% (annualisiert) unter den Erwartungen. Daher senken wir unsere Wachstumsprognose für das dritte Quartal von 8,5% auf rund 5,5% und unsere Jahresprognose von rund 7,5% auf rund 6%. Im vierten Quartal erwarten wir gleichwohl ein Wachstum von 5,5% (annualisiert), im kommenden Jahr dürfte die US-Wirtschaft dann um 3,5% bis 4% wachsen. Nach unserer Prognosekorrektur gehen wir jetzt davon aus, dass das Land erst im ersten Quartal 2022 und nicht im vierten Quartal 2021 auf seinen ursprünglichen Wachstumspfad zurückkehrt.

Im Euroraum scheint die Hospitalisierungsrate ihren Höhepunkt überschritten zu haben, die täglichen Infektionszahlen in früheren Krisenländern wie Spanien und Frankreich gehen zurück. Auch wegen steigender Konsumausgaben im dritten Quartal gehen wir weiterhin von einem Wachstum von rund 5% im laufenden Jahr aus. Nach der aktuellsten Schätzung ist die europäische Wirtschaft im zweiten Quartal um 2,2% gewachsen (ggü. Vorquartal, korrigiert) und konnte damit einen Rückgang von 0,3% im ersten Quartal ausgleichen. Im Jahresvergleich stieg die Wirtschaftsleistung in der Eurozone vor allem dank steigender Konsumausgaben um 14,3%.

Im Vereinigten Königreich erwarten wir weiterhin ein Wachstum von rund 7%, zumal die Wirtschaft zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie nicht durch drastische Einschränkungen beeinträchtigt wird. Im zweiten Quartal hat sich die britische Wirtschaft erholt und ist um 4,8% gewachsen; im Juni stieg die Wirtschaftsleistung um 1,0%, im Juli dann um 0,1%. Der Einkaufsmanagerindex deutet erneut auf eine Abkühlung im August vor allem im Dienstleistungssektor hin, Mobilitätsindikatoren zeigen jedoch in die andere Richtung und haben den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie nur knapp verfehlt.

In China überwiegen weiterhin die Risiken, auch wenn der jüngste Covid-Ausbruch unter Kontrolle zu sein scheint. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr der Delta-Variante und der relativ geringen Wirksamkeit des chinesischen Impfstoffs bleibt das Risiko weiterer Ausbrüche und Restriktionen jedoch hoch. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die chinesische Wirtschaft im laufenden Jahr um knapp 8,5% wächst. Offizielle Daten zeigen zwar schwächeres Wachstum sowohl in der Industrie als auch im Einzelhandel, wir rechnen jedoch mit stärkeren Werten im September. Auch die Exportdaten für den August überraschten positiv, zumal Aufträge an Unternehmen aus südostasiatischen Ländern nach Covid-Ausbrüchen umgeleitet wurden. Ebenfalls geholfen hat die robuste Nachfrage nach Technologie- und Investitionsgütern der Industrieländer.

Die Pandemielage in den Schwellenländern ist weiterhin uneinheitlich. Die asiatischen Schwellenländer, in denen wir zu Jahresbeginn besonders hohes Wachstum erwartet hatten, leiden unter schwachen Impfquoten. Auch die Immunitätsraten sind wegen der „Zero Covid“-Kontaktsperren niedrig. Im August stiegen die Infektionszahlen in vielen asiatischen Ländern. In Lateinamerika, das vor allem Mitte des Jahres unter rasant steigenden Infektionszahlen litt, beruhigt sich die Lage dagegen seit einigen Wochen. Die Versuche einiger Länder, Covid-19 durch drastische Lockdowns zu unterdrücken, belasten das Wachstum. Wir beobachten daher, ob die entwickelteren Schwellenländer wie Südkorea dank höherer Impfraten von ihrer Lockdown-Politik abrücken können.

Geldpolitik

Das Protokoll der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 27. und 28. Juli lässt erkennen, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe wahrscheinlich noch in diesem Jahr reduzieren wird. Wir haben unsere Prognose angepasst und erwarten ein Tapering jetzt nicht mehr im ersten Quartal 2022, sondern bereits im vierten Quartal dieses Jahres; mit einer entsprechenden Mitteilung rechnen wir anlässlich der Fed-Sitzung am 21. und 22. September. Bevor sie formell eine Reduzierung beschließt, hofft die Federal Reserve wahrscheinlich noch auf gute Arbeitsmarktzahlen – die allerdings nach starken Zahlen im Vormonat im August vergleichsweise schwach ausfielen. Wie aus dem Protokoll der Juli-Sitzung hervorgeht, halten die meisten Ausschussmitglieder das Preisstabilitätsziel der Fed bereits für erreicht, das Ziel der maximalen Beschäftigung jedoch noch nicht. Fed Chairman Jerome Powell räumte ein, dass in letzter Zeit Spannungen zwischen den beiden Komponenten des doppelten Mandats der Fed erkennbar waren.  Auf seiner Sitzung am 28. Juli beließ das FOMC das Zielband für den Leitzins unverändert bei 0% bis 0,25%.

Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte am 9. September an, das Tempo der Ankäufe von Vermögenswerten im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms (PEPP) moderat zu verlangsamen. Das Programm hatte ursprünglich ein Volumen von 1,85 Billionen Euro, von denen noch rund 500 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, und läuft noch mindestens bis März 2022. Aktuell kauft die EZB Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro pro Monat; wir gehen davon aus, dass das Volumen im vierten Quartal auf 50 Milliarden Euro sinken wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bezeichnete eine solche Reduzierung jedoch als „kein echtes Tapering“, sondern als eine „Rekalibrierung des PEPP für die nächsten drei Monate“.  Zeitgleich hob die EZB ihre Prognosen für Wachstum und Inflation an und nähert sich in beiden Punkten unseren Erwartungen. Der Haupteinlagensatz der Bank liegt unverändert bei -0,50%. Die EZB erklärte, dass die Nettokäufe im Rahmen des Anleihekaufprogramms (APP) mit einer Rate von 20 Milliarden Euro pro Monat fortgesetzt würden. Wir gehen nach wie vor von einer Ausweitung des Programms aus, um den Übergang nach Auslaufen des PEPP zu erleichtern. Wahrscheinlich wird die EZB noch bis mindestens 2023 Anleihen kaufen, die Zinsen dürften frühestens 2024 steigen.

Auf der Sitzung des Monetary Policy Committee (MPC) am 5. August beließ die Bank of England (BOE) den Leitzins bei 0,1%, äußerte sich jedoch zurückhaltend. Wir haben daher unsere Prognose für eine erste Zinserhöhung vorgezogen, die wir jetzt in der zweiten Jahreshälfte 2022 und nicht erst in der ersten Jahreshälfte 2023 erwarten. Grund für den restriktiven Ton der BoE sind die revidierten Inflationsprognosen: Nach der aktuellen Schätzung wird die Inflation Ende des Jahres einen Höchststand von 4% erreichen. Das MPC ließ das Kaufprogramm unverändert; die BoE will nach wie vor Anleihen im Wert von insgesamt 895 Milliarden Pfund aufkaufen, bis Ende des Jahres erwarten wir daher weitere Anleihekäufe. Die Bank bestätigte außerdem, dass sie vor einer Bilanzverkürzung die Zinsen anheben will, senkte jedoch gleichzeitig den Schwellenzinssatz für eine solche Verkürzung von 1,5% auf 0,5%.

In den Schwellenländern haben nach Chile, Ungarn, Russland, Mexiko, Brasilien und der Türkei im August auch Peru und Südkorea ihre ersten Zinserhöhungen nach Covid beschlossen. Die russische Zentralbank hob ihren Leitzins am 10. September zum fünften (und möglicherweise nicht zum letzten) Mal von 6,5% auf 6,75% an.

US-Haushaltsfinanzierung

Im Zusammenhang mit der Lage der öffentlichen Haushalte in den USA beobachten wir zwei wichtige Entwicklungen: In jedem Fiskaljahr muss sich die US-Regierung rund ein Drittel ihrer Ausgaben genehmigen lassen. Geschieht dies nicht, kommt der Regierungsbetrieb teilweise zum Stillstand. Am 30. September läuft die Finanzierung für das laufende Haushaltsjahr aus, zudem wird der Kongress schon bald die Schuldenobergrenze anheben oder aussetzen müssen. Ohne eine solche Anhebung kann die US-Regierung wahrscheinlich schon im Oktober ihre Schulden nicht mehr bedienen. Wir halten einen Zahlungsausfall für sehr unwahrscheinlich. Da ein solches Ereignis jedoch weitreichende Folgen hätte, beobachten wir die Lage sehr genau.

Inflation

In den kommenden Jahren erwarten wir stärkere Inflationsschwankungen, als wir es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind. Die Konsensprognosen gehen davon aus, dass sich die Inflation in den USA im Jahr 2022 wieder auf ihrem vorherigen Niveau von 2% einpendeln wird. Wir halten diese Prognose für zu optimistisch. In unserem Basisszenario steigt der Verbraucherpreisindex (CPI) bis Ende des ersten Quartals 2022 auf mindestens 3%, pendelt sich dann vorübergehend bei 2% ein und schießt bis Ende 2022 über den Zielwert der Federal Reserve von 2% hinaus. Falls sich das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage als weniger vorübergehend erweisen sollte als erwartet oder steigende Inflationserwartungen die tatsächliche Inflation anheizt, könnten die Preise auch deutlicher steigen. Im August stieg der Verbraucherpreisindex um 5,3% (ggü. Vj.), der Core CPI ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise um 4,0%. Der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve für Zinsentscheidungen, ist seit Juli 2020 um 3,6% gestiegen und lag damit nur geringfügig über dem Niveau vom Mai (3,5%) und gleichauf mit dem Stand vom Juni.  

Nach einer Schnellschätzung des Statistischen Amtes der Europäischen Union dürfte die Gesamtinflation in der Eurozone im August bei 3,0% liegen. Die Kerninflation ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise stieg nach derselben Schätzung um 1,6% im Vergleich zum Vorjahr und lag damit über dem Niveau vom Juli (0,7%). Da industrielle Vorleistungen weiterhin knapp sind und die Energiepreise weiter steigen könnten, gehen wir davon aus, dass die Gesamtinflation im Euroraum in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 einen Höchststand von 3% bis 3,5% erreichen wird. Bis Ende 2022 dürften jedoch sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation auf rund 1,5% zurückgehen, da die Steueränderungen aus den jährlichen Berechnungen herausfallen und der Preisdruck für Vorleistungen nachlassen dürfte. Im Euroraum sollte die Inflation weniger deutlich über das Ziel der Zentralbank hinausschießen als in den Vereinigten Staaten, da die Sparvermögen in Europa geringer sind und die Inflationsprognosen beharrlich unter der Marke von 2% liegen.

Im Vereinigten Königreich stieg die Gesamtinflation im August auf 3,2% (ggü. Vj.; Juli: 2%). Nach Angaben des Office for National Statistics (ONS) war der Anstieg von 1,2 Prozentpunkten in einem Monat der größte seit 1997; außerdem betonte das ONS, der Anstieg sei wahrscheinlich nur vorübergehend. Der Preisdruck war ähnlich stark: Die Kerninflation stieg von 1,8% im Juli auf 3,1% (ggü. Vj.). Das „Eat Out to Help Out“-Programm, das von Lockdowns betroffene Restaurants durch Rabatte unterstützen sollte, trug ebenfalls zum Anstieg der Inflation im August bei. Wegen der anhaltend und weltweit steigenden Industriepreise, des Wiederanstiegs der Mehrwertsteuer in diesem Monat und der steigenden Verbrauchernachfrage gehen wir davon aus, dass die Gesamt- und die Kerninflation im vierten Quartal einen Höchststand von rund 4% bzw. 3,5% (ggü. Vj.) erreichen werden. Im Laufe des kommenden Jahres sollte die Inflation dann wieder sinken, wenn der vorübergehende Einfluss dieser Faktoren wieder nachlässt. Ende des Jahres 2022 rechnen wir mit einer Inflationsrate von knapp über 2% (Kern- und Gesamtinflation).

Arbeitsmarkt

Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in den USA lag im Juli mit 235.000 auf dem niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Wir vermuten jedoch, dass diese Zahl über die eigentliche Stärke des US-Arbeitsmarktes hinwegtäuscht. Im Durchschnitt der letzten drei Monate sind in den USA pro Monat 750.000 neue Stellen geschaffen worden, und auch für den Rest des Jahres rechnen wir mit einem Durchschnitt von etwa 700.000 Stellen pro Monat, denn der Bedarf an Arbeitskraft ist groß; außerdem müssen viele Amerikaner schon bald mit dem Auslaufen ihrer Corona-Arbeitslosenunterstützung rechnen.

In der Eurozone sank die Arbeitslosenquote im Juli auf 7,6%. Die saisonbereinigte Quote vom Juni wurde auf 7,8% korrigiert, im Juli 2020 lag sie bei 8,4%. Im Vereinigten Königreich ging die Arbeitslosigkeit in den drei Monaten bis Juli auf 4,6% zurück (Juni: 4,7%).

Diese Angaben entsprechen der internen Einschätzung des Global Economics and Markets Team der Vanguard Investment Strategy Group (ISG) per 15. September 2021.

Marktausblick:

Unsere Renditeprognosen für die Aktien- und Anleihemärkte in den kommenden zehn Jahren sind seit unserem Ausblick vom August unverändert. Die probabilistischen Renditeprognosen beruhen auf den Marktbedingungen zum Zeitpunkt der Simulation des Vanguard Capital Markets Model® (VCMM) und können sich daher mit jeder neuen Simulation ändern.

Die Vanguard Investment Strategy Group aktualisiert die Zahlen vierteljährlich. In unserem November-Bericht werden wir neue Prognosen mit Zahlen vom 30. September veröffentlichen.

In den kommenden zehn Jahren erwarten wir die nachstehenden Nominalrenditen. Die Zahlen beruhen auf einer Bereichsleiste mit einer Genauigkeit von 1 Punkt für Aktien bzw. 0,5 Punkten für Anleihen (jeweils um das 50. Perzentil). Die Zahlen in Klammern geben die Median-Volatilität an.

Basiswährung GBP

Aktien Großbritannien 4,8 bis 6,8% (19,2% Medianvolatilität)

Aktien Welt ohne Großbritannien (ohne Währungsabsicherung): 2,7 bis 4,7% (19,0%)

Anleihen Großbritannien: 0,6 bis 1,6% (7,6%)

Anleihen Welt ohne Großbritannien (ohne Währungsabsicherung): 0,5 bis 1,5% (3,7%)

Basiswährung Euro

Aktien Eurozone: 2,8 bis 4,8% (24,3% Medianvolatilität)

Aktien Welt ohne Euroraum (ohne Währungsabsicherung): 1,4 bis 3,4% (19,0%)

Anleihen Eurozone: -0,5 bis 0,5% (3,6%)

Anleihen Welt ohne Eurozone: -0,6 bis 0,4% (3,8%)

WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Ergebnisse des Modells werden mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren.

Die Prognosen des VCMM basieren auf statistischen Analysen und historischen Daten. Zukünftige Renditen können von den im VCMM erfassten historischen Mustern abweichen. Noch wichtiger ist jedoch, dass das VCMM extrem negative Szenarios unterschätzen kann, die in den historischen Zeiträumen, auf denen die Modellschätzungen beruhen, nicht vorkamen.

Das Vanguard Capital Markets Model® ist ein firmeneigenes Finanz-Simulationsinstrument. Es wurde von den primären Investment-Research- und Beratungsteams von Vanguard entwickelt und wird von diesen gewartet. Das Modell prognostiziert die Verteilung zukünftiger Renditen für zahlreiche Assetklassen. Zu diesen Assetklassen gehören: US-amerikanische und internationale Aktienmärkte, die Märkte für mehrere US Treasury-Laufzeiten und Unternehmensanleihen, internationale Rentenmärkte, US-Geldmärkte, Rohstoffe sowie bestimmte alternative Anlagestrategien.

Die theoretische und empirische Grundlage des Vanguard Capital Markets Model ist die Beziehung zwischen Rendite und Risiko: Die Renditen zahlreicher Assetklassen sind der von Anlegern im Gegenzug für bestimmte Arten von systematischem Risiko (Beta) verlangte Ausgleich. Das Modell beruht im Kern auf Schätzungen der dynamischen statistischen Beziehung zwischen Risikofaktoren und Asset-Renditen. Diese erhalten wir durch statistische Analyse monatlicher Finanz- und Wirtschaftsdaten, die bis in das Jahr 1960 zurückreichen. Mit Hilfe eines Systems von Gleichungsschätzungen führt das Modell eine Monte Carlo-Simulation durch, um die geschätzten Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Assetklassen sowie Ungewissheit und Zufälle langfristig zu prognostizieren. Das Modell generiert eine große Anzahl simulierter Ergebnisse für jede Assetklasse über verschiedene Zeiträume. Die Prognosen werden durch Berechnung der Zentraltendenzen in diesen Simulationen gewonnen. Die Ergebnisse des Modells variieren mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit.

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken:

Der Wert von Anlagen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen. Anleger können Verluste auf ihre Investitionen erleiden.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.

Die simulierte frühere Wertentwicklung gibt keine verlässlichen Hinweise auf zukünftige Ergebnisse.

Jegliche Prognosen sollten als hypothetischer Natur betrachtet werden und spiegeln keine zukünftigen Ergebnisse wider bzw. garantieren diese nicht.

Wichtige Hinweise:

Nur für professionelle Anleger (entsprechend der Definition der MiFID II-Direktive), die ihre Anlagen selbst verwalten (dazu gehören auch Management-Unternehmen [Dachfonds] und professionelle Kunden, die das Geld ihrer Kunden anlegen). In der Schweiz richtet sich dieses Dokument an professionelle Anleger und darf nicht an Privatanleger weitergegeben werden. Privatanleger dürfen sich nicht auf die Angaben in diesem Dokument verlassen.

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