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Die Zusammensetzung eines Portfolios ist entscheidend für die Schwankungsbreite und die Renditen, die Anleger erzielen können – kurz: für ihre Erfolgsaussichten bei der Geldanlage.1 Doch ein zielführendes Portfolio aufzubauen fällt Anlegern oft schwer, wenn sie auf sich gestellt sind.

Der erste Schritt beim Aufbau eines Portfolios sollte eine Asset-Allokation sein, die Anlegern die besten Voraussetzungen bietet, um ihre Ziele zu erreichen. Eine ausgewogenes Portfolio basiert auf realistischen Erwartungen an Risiken und Renditen, es ist breit gestreut und durch seine Zusammensetzung für verschiedene Marktphasen gewappnet.

Unsere Studien zeigen, dass sich die von Privatanlegern in Eigenregie aufgebauten Portfolios deutlich von denen unterscheiden, die Berater für sie entwickeln.2 Dazu haben wir die Gewichtung von Aktien im Portfolio von über 40.000 Anlegern vor und nach der Nutzung einer professionellen Anlageberatung verglichen.3 Ohne Beratung umfasste das Spektrum der typischen Allokation fast die gesamte Bandbreite von reinen Aktien- bis hin zu reinen Anleihenportfolios.

Ein halbes Jahr nach Aufnahme einer Beratungsbeziehung hatten sich die Unterschiede erheblich reduziert. In mehr als zwei Drittel der Portfolios lag der Aktienanteil dann zwischen 40 und 69 Prozent. Das deutet darauf hin, dass viele eigenständige Anleger zu wenig auf das Risikoniveau achten, das sie mit ihrer Aktienallokation eingehen, und dass viele nicht sicher sind, welche Risiken für ihre jeweiligen Anlageziele angemessen sind. Eine Beratung trägt dazu bei, solche Fehler bei der Anlageentscheidung zu vermeiden.

Aber nicht nur bei der Frage der Gewichtung von Aktien und Anleihen können Berater helfen. Auch innerhalb dieser Kategorien ist eine Streuung über verschiedene Branchen und Märkte wichtig, um starke Schwankungen zu vermeiden und Risiken zu minimieren.

Streuung über Anlageklassen und Märkte

Kein Markt hat für immer einen Platz auf dem Treppchen der erfolgreichsten Marktsegmente gebucht. Schwellenmarktaktien etwa gehören in manchen Jahren zu den besten, im folgenden Jahr schon wieder zu den schlechtesten Performern. Das mag vielleicht nicht überraschen, da die Papiere für hohe Risiken und hohe Renditechancen bekannt sind. Doch selbst europäische Staatsanleihen zum Beispiel, deren Renditen für sich genommen weit weniger schwanken, haben in den vergangenen Jahren je nach Umfeld im Vergleich zum restlichen Markt zu den besten ebenso wie zu den schwächsten Märkten gezählt.

Marktentwicklung einzelner Anlageklassen

Quelle: Berechnungen von Vanguard auf Basis von Daten von FactSet und Bloomberg. „Aktien Deutschland“ basieren für den Zeitraum von 2010 bis 2013 auf dem DAX Total Return Index, für 2014 bis 2020 auf dem FTSE Germany All Cap Index, „Aktien Europa“ auf dem FTSE All-World Europe ex UK Total Return Index, „Aktien asiatische Industriestaaten“ auf dem FTSE All-World Developed Asia Pacific Total Return Index, „Aktien Nordamerika“ auf dem FTSE All-World North America Total Return Index, „Aktien Schwellenmärkte“ auf dem FTSE All-World Emerging Total Return Index, „Aktien Welt“ auf dem FTSE All-World Total Return Index, „Staatsanleihen Europa“ auf dem Bloomberg Barclays Euro Government Bond Float Adjusted Index, „Inflationsgeschützte Anleihen Europa“ auf dem Bloomberg Barclays Global Inflation-Linked: Eurozone Euro CPI Index, „Unternehmensanleihen Europa Investment Grade“ auf dem Bloomberg Barclays Euro Non-Government Float Adjusted Index, „Anleihen Welt“ auf dem Bloomberg Barclays Global Aggregate Float Adjusted Hedged Index. Alle Indizes in Euro.

Streuung über Branchen

Ähnlich wechselhaft von Jahr zu Jahr ist die Rangordnung der renditestärksten Branchen. Die Technologiebranche lag 2010 bis 2014 wiederholt im Mittelfeld und wurde dann in jüngsten Jahren zum Renditetreiber schlechthin. Die Öl- und Gasbranche hingegen wurde vom gelegentlichen Top-Performer zum Schlusslicht unter den Branchen, bedingt durch vielfache Belastungen wie die Energiewende, regulatorische Änderungen und zuletzt die Covid-19-Pandemie, die Verkehr und Industrie über lange Phasen zum Stillstand zwang.

Marktentwicklung einzelner Branchen

Quelle: Berechnungen von Vanguard auf Basis von Daten von FactSet. Die Berechnungen basieren auf dem FTSE Global All Cap Index Fund, Bruttorenditen in Euro. Die Kategorisierung der Branchen erfolgt nach dem Industry Classification Benchmark.

Wie Berater den Fokus auf die langfristige Strategie lenken können

Anleger sind beim Aufbau eines Portfolios oft von Schlagzeilen und Trendthemen geleitet. Denn Geschichten etwa von Star-Unternehmern oder einer neuen Technologie, die die Fantasie anregt, erhalten oft mehr Aufmerksamkeit und sind nicht zuletzt angenehmer als komplexe Themen wie Korrelation und Diversifikation. Dadurch entsteht zuweilen ein Ungleichgewicht im Portfolio. Für langfristig orientierte Anleger hilft eine breite Streuung zu  verhindern, dass sie diese Klumpenrisiken ausgesetzt sind.

Welche Anlageklassen, Märkte und Branchen sich in einem bestimmten Jahr vergleichsweise gut oder oder schlecht entwickeln, können selbst professionelle Investoren nicht beständig und verlässlich vorhersagen. Deshalb ist es schwer bis unmöglich, mit Wetten auf einzelne Märkte auf Dauer die besten Renditen zu erzielen.4

Vanguard vertritt die Ansicht, dass ein ausgewogenes, breit gestreutes Portfolio einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei der Geldanlage darstellt. Berater können Anlegern helfen, die komplexen Aspekte der Portfoliokonstruktrion zu verstehen, und Verhaltenscoaching nutzen, um ihre Aufmerksamkeit weg von aktuellen Schlagzeilen und hin zur langfristigen Portfoliostrategie zu lenken. Berater können so erheblich dazu beitragen, ein Portfolio für ihre Kunden aufzubauen, mit dem sie die besten Voraussetzungen haben, um ihre Ziele zu erreichen.

 

1 Gary P. Brinson, L. Randolph Hood, und Gilbert L. Beebower, 1995. “Determinants of portfolio performance." Financial Analysts Journal 51(1):133–8. (Feature Articles, 1985–1994.)

2 Vanguard Research. „Der Wert von Beratung: Verbesserung der Portfoliodiversifikation“, Februar 2020.

3 Die Studie beleuchtet Portfolios von US-Kunden von Vanguard, die mit einem selbstverwalteten Portfolio begonnen und daraufhin eine Beratung durch Vanguard Personal Advisor Services in Anspruch genommen haben.

4 Vanguard Research. „Grundlagen und Vorteile kosteneffizienter Indexstrategien“, April 2021.

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.

Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Die ausgewiesene Wertentwicklung wurde in Euro berechnet, weshalb sich die Rendite aufgrund von Währungsschwankungen erhöhen oder verringern kann.

Wichtige allgemeine Hinweise

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