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Indexfonds und ETFs sind heute so beliebt, dass man glauben könnte, es hätte sie schon immer gegeben. Tatsächlich ist der erste offizielle Indexfonds jedoch weniger als 50 Jahre alt: Am Silvesterabend 1975 hat Vanguard Gründer John C. Bogle den ersten Indexfonds für Privatanleger aufgelegt.

Heute werden weltweit 14,5 Billionen US-Dollar1 in Indexstrategien verwaltet (Stand: Ende 2020), wobei ETFs mit 7,6 Billionen US-Dollar knapp vor herkömmlichen Fonds liegen, die insgesamt 6,9 Billionen US-Dollar verwalten. Ihre Kosteneffizienz hat maßgeblich zum Erfolg von Indexstrategien beigetragen, weshalb die durchschnittliche Kostenquote (Ongoing Charge Figure, kurz OCF) der europäischen Vanguard Fonds und ETFs um 53% unter dem Branchendurchschnitt liegt.2 Wer jedoch nur auf die Kosten achtet, übersieht leicht andere Faktoren, die erheblichen Einfluss auf die Anlageergebnisse eines Fonds haben können.

Wir wollen Indexstrategien optimieren – durch sorgfältige Auswahl der Benchmarks, kosteneffizienten Wertpapierhandel, robustes Risikomanagement und ein wirksames Investment Stewardship-Programm. Gleichzeitig sollen Vanguard Fonds so günstig wie möglich sein, damit Anlegern mehr von ihrer Rendite bleibt.

Der erste Indexfonds für Privatanleger

Unter dem Namen First Index Investment Trust hat Vanguard den ersten Indexfonds für Privatanleger aufgelegt. Der Fonds wurde später in Vanguard 500 Index Fund umbenannt und bildete den S&P 500 ab, der damals als verlässlicher Näherungswert für den US-Aktienmarkt galt. Mit dem First Index Investment Trust konnten sich Anleger, auch jene mit begrenzten Mitteln, an den größten und renommiertesten US-Unternehmen beteiligen – effizient, bequem und zu deutlich günstigeren Konditionen als die meisten damals verfügbaren Fonds.

Seit damals haben sich kosteneffiziente Indexstrategien kontinuierlich entwickelt und gelten heute allgemein als gute Grundlage der meisten Portfolios und als ideales Diversifizierungsinstrument. Der Durchbruch von Indexfonds ließ einige Jahre auf sich warten, zuletzt jedoch schien ihr Aufstieg unaufhaltsam: Ende 2008 verwalteten Indexfonds und Index-ETFs weltweit weniger als 1,7 Billionen US-Dollar1; seit der Finanzkrise jedoch haben sie an den Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten gleichermaßen rasant an Bedeutung gewonnen und die Investmentbranche grundlegend verändert.

Globales Anlagevermögen von Indexfonds (in Billionen US-Dollar)

Quelle: Strategic Insight Simfund; Stand: 21. April 2021.

Insbesondere am Aktienmarkt (und hier allem in den USA) konnten Indexfonds ihren Marktanteil erhöhen, denn für aktive Fondsmanager waren die vergangenen 10 Jahre äußerst schwierig. Und auch am Rentenmarkt gewinnen Indexfonds zunehmend Marktanteile, obwohl Anleiheindizes im Allgemeinen undurchsichtiger, vergleichsweise schwer abzubilden und weniger liquide sind und Anleihen daher traditionell als die Domäne aktiver Manager gelten. Der März 2020 wurde für Indexfonds- und -ETFs dann zum Härtetest. Doch weil ihre Liquidität auch in dem turbulenten Marktumfeld der Pandemie nicht versiegte, wurden sie für noch mehr Anleger attraktiv.

Die letzten zehn Jahre waren geprägt von dem Siegeszug der Indexstrategien, doch ihre Omnipräsenz hat die Fonds auch gleichförmiger gemacht. Ihre wachsende Popularität lässt Indexfonds und -ETFs leicht als Massenware erscheinen, bei der allein der Preis über die Auswahl entscheidet. Und tatsächlich haben einige Fondsmanager in den vergangenen Jahren Produkte mit extrem niedrigen Kostenquoten auf den Markt gebracht – und damit den Eindruck verstärkt, bei Indexfonds komme es allein auf die Kosten an. Zwar können Kostenunterschiede von 50, 20 oder sogar 10 Basispunkten die Wertentwicklung eines Fonds im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten deutlich beeinflussen. Doch je mehr sich die Kostenquoten angleichen, desto weniger fallen diese Unterschiede ins Gewicht. Bei kosteneffizienten Fonds müssen Anleger zudem auf komplexere Faktoren achten, um den richtigen Fondsmanager zu finden, denn ein Indexfonds sollte vor allem das Risiko-/Renditeprofil des Index richtig abbilden.

Kompromisslose Qualität zahlt sich aus

Das Management von Indexfonds gilt weithin als wenig anspruchsvoll. Tatsächlich ist es jedoch ein komplexer Prozess, der Erfahrung, Kompetenz und ausgereifte Technologie voraussetzt. Daher wollen wir an dieser Stelle genauer darauf eingehen, wie sich Vanguard Fonds von anderen Anlagelösungen unterscheiden und worauf Anleger bei der Auswahl eines Fonds achten sollten.

  • Ein klares Produktangebot

Vanguard bietet insgesamt 34 Aktien-Indexprodukte, 27 Anleihe-ETFs sowie 20 Multi-Asset-Lösungen an. Mit unseren Fonds können Anleger sowohl in die wichtigsten Benchmarks als auch in bestimmte Marktsegmente investieren (Industrie- und Schwellenländer, Small Caps, Large Caps usw.). Wir wollen erstklassige und langlebige Produkte entwickeln; anstatt jede Nische zu bedienen, konzentrieren wir uns daher auf strategische, diversifizierte und kosteneffiziente Portfolio-Grundbausteine, mit denen die meisten Anleger ihre langfristigen Ziele erreichen können.

  • Sorgfältige Benchmark-Auswahl

Für ein verlässliches und diversifiziertes Exposure replizieren unsere Fonds anerkannte Kernindizes, die nach transparenten und objektiven Regeln erstellt werden und ihre Märkte und die vorhandene Marktliquidität genau abbilden. Und dank unserer Größenvorteile können wir die diversifiziertesten Indizes effizient replizieren: Unsere Anleihe-Indexfonds beispielsweise sind free-float-bereinigt und erfassen so das Anlageuniversum, das Anlegern tatsächlich zur Verfügung steht.

Wir wählen Benchmarks sorgfältig aus und achten dabei vor allem auf das Exposure. Zudem arbeiten wir nur mit den größten, weltweit anerkannten Indexanbietern zusammen: Unsere Aktienfonds replizieren Indizes von FTSE, MSCI und S&P Dow Jones, für unsere Anleihefonds verwenden wir Benchmarks von Bloomberg Barclays und J.P. Morgan. Neben Indizes für die Aktien- und Anleihemärkte Großbritanniens, Europas, Japans, des asiatisch-pazifischen Raums und der USA replizieren wir auch Benchmarks für Umwelt, Soziales und Governance (ESG) sowie für sozial verantwortliches Investieren (SRI).

  • Marktführendes Index Tracking

Unsere Investment Teams haben mehr als 45 Jahre Erfahrung in der genauen, effizienten und kostengünstigen Replikation von Indizes, und dies in zahlreichen Marktzyklen. Deshalb zeichnen sich unsere Fonds durch besonders genaues Index Tracking aus, und deshalb vertrauen weltweit viele Millionen Anleger auf die Beständigkeit und Verlässlichkeit unserer Produkte.

Sofern dies praktisch, möglich und kosteneffizient durchführbar ist, setzen wir in unseren Aktienfonds eine vollständige Replikation um, denn ein benchmark-proportionales Portfolio physischer Vermögenswerte stellt die reinste Form einer Indexstrategie dar und reduziert den Tracking Error. Im Gegensatz zu synthetischer Replikation ist sie außerdem transparenter, denn da der Fonds die Basiswerte des Index tatsächlich besitzt, entfallen Gegenparteirisiken.

Ist eine vollständige Replikation nicht möglich, etwa weil eine Benchmark zu viele oder illiquide Wertpapiere enthält, optimieren wir die Indexreplikation anhand einer repräsentativen Teilmenge der Indexkomponenten. Dazu erstellen unsere Portfoliomanager und Research-Teams ein Portfolio, das die Risikomerkmale des Index auch mit weniger Positionen korrekt abbildet. Diese als Sampling bekannte Methode kommt in Vanguard Anleihe-Indexfonds zum Einsatz und hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie den Portfolioumschlag und damit die Transaktionskosten reduziert.

  • Ein kombiniertes Transaktionsmodell

Wir haben Wertpapierhandel und Portfoliomanagement in einer Funktion zusammengefasst. Dadurch können wir besser auf Indexveränderungen, Gewichtungsanpassungen, Kapitalmaßnahmen und Cashflows reagieren, was wiederum die Anlageergebnisse für unsere Kunden verbessert. Die Händler-Portfoliomanager unserer Anleihe-Indexfonds sind keine Generalisten, sondern bringen umfangreiche Sektorkompetenz in die Verwaltung der Portfolios ein.

Durch unsere Größenvorteile, langjährige Broker-Beziehungen, robuste Handelsplattform und die intelligente Steuerung handelsbedingter Kursschwankungen können wir zudem die Transaktionskosten unserer Fonds senken, unser Leihprogramm für Wertpapiere optimieren, Wertpapiere effizienter handeln und unsere Tracking-Qualität verbessern.

  • Robustes Risikomanagement

Bei der Verwaltung von Kundengeldern steht Sicherheit an erster Stelle. Daher setzen alle Vanguard Indexfonds denselben disziplinierten Anlageprozess mit robuster Risikokontrolle um. Die Vanguard Aktien-Indexfonds werden durch ein strategisches und konservatives Wertpapier-Leihprogramm mit geringem strukturellem Risiko ergänzt. Dabei weisen wir transparent aus, welcher Anteil der Leiherträge an unsere Fondsanleger zurückfließt.

  • Investment Stewardship zur Förderung nachhaltiger Wertschöpfung

Im Sinne unserer Kunden planen und denken wir langfristig. Daher hat auch Investment Stewardship oberste Priorität. Unser globales Investment Stewardship-Team setzt sich für die Interessen der Vanguard Fondsanleger ein – durch öffentliche Interessenvertretung, Engagements mit Unternehmen und Stimmrechtsvertretung.

Wir sind überzeugt, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (ESG) die langfristige Wertentwicklung der Unternehmen in unseren Portfolios beeinflussen können. Und weil sich das ESG-Universum laufend und in rasanter Geschwindigkeit verändert, bewerten wir ESG-Chancen und -Risiken kontinuierlich. Die Ergebnisse unserer Analysen fließen in eine durchdachte und konsequente Produktentwicklung ein.

Wert statt Kosten

Zur Entwicklung und Verwaltung von Indexfonds haben wir nachhaltige, skalierbare und erprobte Prozesse definiert, denn wir wissen, dass es bei Qualität eines Anlageprodukts nicht nur um die Kosten geht, sondern auch um seinen Wert. Wir sind überzeugt, dass wir die Grundlagen von Indexstrategien beherrschen und äußerst kosteneffizient umsetzen können, sodass Anlegern mehr von ihrer Rendite bleibt. Unsere Indexkompetenz ist ein Bekenntnis zu kompromissloser Qualität. Bei der Entscheidung für einen Vanguard Indexfonds oder ETF wissen Anleger daher genau, was sie erhalten: ein kosteneffizientes, klar verständliches und diversifiziertes Anlageinstrument.

Darüber hinaus zeichnen sich unsere Anlagelösungen durch die langjährige Erfahrung unserer Anlagespezialisten und unsere Zusammenarbeit mit professionellen Investoren und Beratern aus. Auch deshalb entscheiden sich viele Anleger für Vanguard und vertrauen darauf, dass wir ihr Geld in ihrem Sinne verwalten.

1 Quelle: Strategic Insight Simfund; Stand: 21. April 2021.

Durchschnittliche Kostenquote der Vanguard Fonds2: 0,14% Durchschnittliche Kostenquote der Branche: 0,30% Alle Durchschnittswerte beziehen sich auf Indexfonds und ETFs und sind vermögensgewichtet. Branchendurchschnitt ohne Vanguard. Quellen: Vanguard und Morningstar, Inc.; Stand: 30. April 2021.

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.

ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.

Wichtige allgemeine Hinweise

Dies ist ein Werbedokument. Nur für professionelle Anleger (nach den Kriterien der MiFID II-Richtlinie), die auf eigene Rechnung investieren (einschließlichVerwaltungsgesellschaften (Dachfonds) und professionelle Kunden, die im Namen ihrer diskretionären Kunden investieren).  In der Schweiz nur für professionelle Anleger. Nicht für die öffentliche Verbreitung bestimmt.

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