Vanguard Marktausblick August

Auf einen Blick:

  • In den USA wächst das Risiko einer Rezession, wir senken unsere Wachstumsprognosen um mehr als die Hälfte.
  • Auch in China rechnen wir mit einer Konjunkturabkühlung.
  • In Großbritannien sinken die Realeinkommen, wir erwarten im kommenden Jahr nur minimales Wachstum.
  • Nach der ersten Zinserhöhung der EZB in elf Jahren erwarten wir schnellere Zinsschritte. 
Wirtschafts- und Marktupdate

Im Video gibt Ihnen unsere Ökonomin Roxane Spitznagel einen Überblick über unsere aktuelle Markteinschätzung.

Konjunktur

In den USA ist die Wirtschaft auch im zweiten Quartal geschrumpft, weshalb wir unsere Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert haben. Im zweiten Quartal lag die annualisierte Wachstumsrate bei -0,9%, Konsum (vor allem von Waren) und Investitionen gingen deutlich zurück. Wachstumsraten über Trend halten wir in den kommenden Quartalen für sehr unwahrscheinlich und erwarten für das Gesamtjahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung zwischen 0,25 und 0,75%; noch im Juli waren wir von rund 1,5% ausgegangen. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA innerhalb der kommenden 12 bzw. 24 Monate schätzen wir auf 25 bzw. 65%1. Auch in der Zinsstrukturkurve achten wir auf Anzeichen einer Rezession: Der Risikoaufschlag zwischen zehn- und zweijährigen Staatsanleihen hat sich umgekehrt, die kurzfristige Effektivverzinsung liegt seit Anfang Juli über der längerfristigen. Allerdings halten wir den Spread zwischen zehnjährigen und dreimonatigen Staatsanleihen für einen zuverlässigeren Rezessionsindikator; seinen Höhepunkt hat dieser mit 227 Basispunkten am 6. Mai erreicht und lag am 16. August bei nur noch 12 Basispunkten.

Die Wirtschaft der Eurozone ist im zweiten Quartal um 0,6% gewachsen (saisonbereinigter Wert gegenüber Vorquartal). Wir erwarten weiterhin eine Wachstumsrate von 2,5 bis 3% in diesem und 0,5 bis 1,5% im kommenden Jahr, allerdings überwiegen die Negativrisiken. Frühindikatoren deuten auf einen deutlichen Abschwung in Deutschland und Italien hin, laut Daten hat die Angst vor einer Energiekrise und einer Rezession die Konjunkturerwartungen in Europa zudem auf ein 17-Monats-Tief gedrückt. Die russischen Gaslieferungen nach Deutschland über die Nord-Stream-1-Pipeline (NS1) liegen seit Ende Juli bei unter 30% ihrer Kapazität. Sollten die Liefervolumen nicht steigen, wären erhebliche Rationierungen und eine Rezession in der Eurozone die Folge. Verschärft werden die Probleme in Europa durch den sinkenden Wasserstand des Rheins, der wichtigsten Schifffahrtsroute Deutschlands. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Euroraum innerhalb der nächsten 12 bzw. 24 Monate schätzen wir weiterhin auf 50 bzw. 60%.

In Großbritannien erwarten wir für das Gesamtjahr 2022 ein Wachstum von 3,5 bis 4%, allerdings überwiegen auch hier die Negativrisiken. Zwar fielen einige der aktuellen Konjunkturdaten besser aus als erwartet, doch die Aussichten verdüstern sich. 2023 erwarten wir nur noch ein minimales Wachstum und nicht mehr, wie zuvor, mehr als 2%. Besonders deutlich werden wohl die Verbraucherausgaben sinken, zumal höhere Inflation und das schwindende Vertrauen die Ausgaben deutlich belasten dürften. Ob und wie die britische Regierung auf den Wachstumseinbruch reagiert, hängt davon ab, wer Boris Johnson als Premierminister ablösen wird. Staatliche Ausgaben müssen zudem gegen das Risiko abgewogen werden, dass sie die Inflation anheizen.

In China deuten die Wirtschaftsdaten vom Juli auf eine unerwartet schwache Erholung von dem Einbruch im zweiten Quartal hin, besonders die Verbraucherausgaben sind kaum gestiegen. Aufgrund der Datenlage und dem sich ausweitenden Abschwung am Immobilienmarkt haben wir unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von 3 bis 4% auf 2,5 bis 3,5% gesenkt. Hintergrund sind sinkende Hauspreise (ein wichtiger Posten in den Bilanzen chinesischer Haushalte) und die Null-Covid-Politik, die eine Vertrauenskrise ausgelöst haben. In Kommunen, die 30% ihrer Einnahmen aus Grundstücksverkäufen beziehen, führen sinkende Grundstückspreise zu einem Finanzierungsdefizit, was weitere staatliche Konjunkturmaßnahmen unter sonst gleichen Bedingungen weniger wahrscheinlich macht. Unsere Wachstumsprognose für die zweite Jahreshälfte liegt weiterhin unter den Konsensprognosen, eine Wiederholung der V-förmigen Erholung der Jahre 2020 und 2021 halten wir zudem für unwahrscheinlich.

In den Schwellenländern waren wir noch zu Jahresbeginn von einem Wachstum von 5,5% ausgegangen, erwarten jetzt jedoch nur noch rund 3% und liegen damit unter dem Konsens; der IWF beispielsweise geht von 3,6% aus. Die größten Probleme bereiten den Volkswirtschaften der Schwellenländer die steigenden Zinsen in den Industrieländern und die gleichzeitige Wachstumsabkühlung in den USA, im Euroraum und in China. Die europäischen Schwellenländer sind am stärksten von einer Rezession bedroht. Die unsichere Energieversorgung in der Region und die damit verbundenen hohen Preise haben die Zentralbanken zu Zinserhöhungen gezwungen, die die Wirtschaft abwürgen könnten. Längerfristig preisen die Märkte Zinssenkungen ein, um dem Abschwung entgegenzuwirken – insbesondere in den europäischen Schwellenländern, aber auch in Lateinamerika. Auch wenn einzelne Schwellenländer von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren, wirken diese insgesamt negativ.

Geldpolitik

Die US Federal Reserve hat ihren Zielkorridor für die Federal Funds Rate um 75 Basispunkte auf 2,25 bis 2,5% angehoben und eine weitere „ungewöhnlich große“ Zinserhöhung im September ins Spiel gebracht, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Zu Beginn des Jahres lag der Zielkorridor der Fed bei 0 bis 0,25%; wir gehen davon aus, dass die US-Notenbank ihr Zinsziel bis Ende 2022 auf 3,25 bis 3,75% anheben wird und die Leitzinsen im Jahr 2023 einen Höchststand von mindestens 4% erreichen werden, was deutlich über der Fed-Schätzung des „neutralen Zinssatzes“2 liegen würde. Zudem will die Fed ihre Bilanz verkürzen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins am 21. Juli um 50 Basispunkte angehoben, nachdem sie auf ihrer letzten Sitzung eine Anhebung um 25 Basispunkte angekündigt hatte. Mit der ersten Zinsanhebung für ihre Einlagefazilität seit 11 Jahren beendete die EZB die acht Jahre dauernde Phase negativer Zinssätze. Außerdem kündigte die Bank mit dem sogenannten Transmissionsschutzinstrument (TPI) ein neues Anleihekaufprogramm an, das ein unkontrolliertes Auseinanderdriften der Kreditrisikoaufschläge für Staatsanleihen in den 19 Euro-Ländern vermeiden soll. Um die Inflation wieder auf 2% zu drücken, würde die EZB am ehesten weitere Zinserhöhungen vorziehen und sich dabei an Daten orientieren, vermied aber konkrete Angaben. Wir rechnen mit weiteren Zinserhöhungen auf den letzten drei Ratssitzungen des Jahres im September, Oktober und Dezember um jeweils 50 Basispunkte, wobei im September auch eine Erhöhung um 75 Basispunkte denkbar ist. Im Februar 2023 erwarten wir eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Da jedoch die europäische Wirtschaft bis dahin wohl am Rande einer Rezession stehen wird, erwarten wir keine weiteren Zinserhöhungen, sondern Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte.

Die Bank of England (BoE) wird ihre Leitzinsen in den kommenden Monaten voraussichtlich um weitere 0,75 Prozentpunkte anheben und sich damit unserer Schätzung eines neutralen Zinssatzes3 von 2,5% annähern. Am 3. August hat die BoE die Zinsen zum sechsten Mal in Folge um 50 Basispunkte auf 1,75% angehoben. Wir werden auf mögliche Konjunkturmaßnahmen des nächsten Premierministers bzw. der nächsten Premierministerin achten. Umfangreiche staatliche Ausgaben könnten die Zentralbank veranlassen, die Zinsen schneller und deutlicher anzuheben, als es unter anderen Umständen zu erwarten wäre.

Inflation

Die Verbraucherpreise in den USA blieben im Juli stabil (saisonbereinigt, gemessen am Verbraucherpreisindex), im Jahresvergleich stiegen die Preise um 8,5% (Juni: +9,1%). Der Core CPI ohne Lebensmittel- und Energiepreise stieg im Juli um 5,9% gegenüber dem Vorjahr und lag damit einen halben Prozentpunkt unter seinem Höchststand vom März. Der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures Price Index, kurz PCE), der wichtigste Inflationsindex der Federal Reserve für geldpolitische Entscheidungen, stieg jedoch um nur 4,8% gegenüber dem Vorjahr und fiel damit zum dritten Mal in Folge. Bis Jahresende dürfte sich der Core CPI auf 4% zubewegen.

In der Eurozone ist die Gesamtinflation im Juli auf 8,9% gestiegen und setzt damit ihre Rekordserie fort. Wir erwarten einen Höchststand von über 10% im September und einen Jahresdurchschnitt von 8 bis 8,5%. Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer Durchschnittsinflation von rund 4%, da in Europa mehrere Faktoren gegen eine anhaltend hohe Inflation sprechen.

In Großbritannien ist die Gesamtinflation im Juli auf 10,1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lag damit über den Erwartungen (Juni: 9,4%). Der Verbraucherpreisindex ist damit bereits im zehnten Monat in Folge gestiegen, wofür neben Basiseffekten bei Energie und Lebensmitteln auch die unerwartet starke Inflation verantwortlich waren. Die Kerninflation ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise stieg um 6,2% gegenüber dem Vorjahr (Juni: +5,8%). Die Anhebung der Energiepreisobergrenze im Oktober gibt zumindest kurzfristig wenig Anlass für Optimismus. Im kommenden Jahr erwarten wir einen Rückgang der Inflation auf 4,5%.

In China ist der Verbraucherpreisindex im Juli um 2,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und setzte damit seinen Aufwärtstrend fort, blieb aber unter der Zielmarke der Regierung von 3%.

Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie ging im Juli in allen wichtigen Schwellenländern zurück. Die synchrone Verlangsamung lässt auf eine globale Ursache schließen, bei der es sich aus unserer Sicht um den Konjunkturrückgang in den Industrieländern handeln dürfte.

Arbeitsmarkt

In den USA hat der Arbeitsmarkt im Juli die Erwartungen übertroffen, die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze lag bei 528.000. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte und erreichte mit 3,5% den Stand vom Februar 2020 (vor der Pandemie). Da das Angebot strukturell begrenzt ist (u. a. durch eine höhere Pensionierungsrate, sinkende Zuwanderung und andere Lebensgewohnheiten) sehen wir kurzfristig nur wenige Risiken für den Arbeitsmarkt. Im zivilen Sektor sind die Lohn- und Gehaltskosten in den 12 Monaten bis Ende Juni um 5,1% gestiegen.

In der Eurozone lag die Arbeitslosenquote im Juni saisonbereinigt unverändert auf einem Rekordtief von 6,6%, auch die Zahl der offenen Stellen erreichte einen neuen Rekord. Für den Rest des Jahres rechnen wir mit einem anhaltend robusten Arbeitsmarkt, steigendem Lohndruck und einer wachsenden Zahl offener Stellen.

In Großbritannien lag die Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis Ende Juni bei 3,8% und damit 0,1 Prozentpunkte über dem Wert von Januar bis März, aber immer noch 0,2 Prozentpunkte unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Die realen (inflationsbereinigten) Löhne und Gehälter sind im zweiten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen 12 Monaten um insgesamt 2,5%, die regulären Löhne (ohne Zulagen) sogar um 3,0% und damit so deutlich wie nie zuvor gesunken. Die (aktuellere) Zahl der offenen Stellen lag zwischen Mai und Juli bei 1,27 Millionen und damit immer noch um 60% höher als zwischen Januar und März 2020. Insgesamt bestätigen die Daten unsere Einschätzung, dass die Lage am britischen Arbeitsmarkt trotz der nachlassenden Konjunktur angespannt bleibt und die Löhne weiter steigen werden. Bei der Erstellung von Zinsprognosen werden wir weiterhin die Wechselwirkung zwischen Lohnwachstum und Inflation beobachten.

Diese Angaben entsprechen der internen Einschätzung des Global Economics and Markets Team der Vanguard Investment Strategy Group (ISG) per 17. August 2022.

 

1In einigen Ländern spricht man nach zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit rückläufiger Wirtschaftsleistung von einer Rezession, in den USA wird eine Rezession dagegen vom privaten National Bureau of Economic Research (NBER) festgestellt. Die wichtigsten NBER-Rezessionsfaktoren, darunter der Arbeitsmarkt und die Industrieproduktion, sind nach wie vor robust, eine offizielle Rezessionsankündigung in nächster Zeit erwarten wir daher nicht.

2, 3 Der neutrale Zinssatz ist der theoretische Zinssatz, der die Wirtschaft weder ankurbelt noch belastet.

 

Marktausblick:

Im Rahmen des Vanguard Wirtschafts- und Marktausblicks veröffentlichen wir meist im Februar, Mai, August und November aktualisierte 10-Jahres-Renditeprognosen für die Aktien- und Anleihemärkte. Grundlage dieser Prognosen sind die jeweils aktuellsten Simulationsergebnisse des Vanguard Capital Markets Model® (VCMM). Vollständige VCMM-Prognosen erstellen wir meist auf Grundlage von Daten per Ende eines Kalenderquartals, Teilprognosen dagegen in der Regel auf Grundlage von Daten per Ende anderer Kalendermonate.

 

In den kommenden zehn Jahren erwarten wir die nachstehenden Nominalrenditen. Die Berechnungen beruhen auf Daten per 30. Juni 2022, die Zahlen entsprechen jeweils dem 50. Perzentil der Verteilungen unserer Renditeprognosen. Wir stellen unsere Prognosen als 2-Prozentpunkt-Spannen um die Zentraltendenzen der Verteilungen von Aktienrenditen und 1-Prozentpunkt-Spannen um die Zentraltendenzen der Verteilungen von Anleiherenditen dar, die Zahlen in Klammern geben die Schätzungen der Median-Volatilität an.

Die probabilistischen Renditeprognosen beruhen auf den Marktbedingungen zum Zeitpunkt der VCMM-Simulation und können sich daher mit jeder neuen Simulation ändern. 

WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Verteilung der Renditen des VCMM wird aus 10.000 Simulationen für jede modellierte Assetklasse abgeleitet. Die Simulationen wurden am 30. Juni 2022 durchgeführt. Die Ergebnisse des Modells können mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren.

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.

Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Verteilung der Renditeergebnisse des VCMM wird aus 10.000 Simulationen für jede modellierte Assetklasse abgeleitet. Simulationen per 31. Mai 2022. Die Ergebnisse des Modells können mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren. 

Die Prognosen des VCMM basieren auf statistischen Analysen und historischen Daten. Zukünftige Renditen können von den im VCMM erfassten historischen Mustern abweichen. Noch wichtiger ist jedoch, dass das VCMM extrem negative Szenarios unterschätzen kann, die in den historischen Zeiträumen, auf denen die Modellschätzungen beruhen, nicht vorkamen.

Das Vanguard Capital Markets Model® ist ein proprietäres Finanzsimulationstool, das von der Investment Strategy Group von Vanguard entwickelt und gepflegt wird. Das Modell prognostiziert die Verteilung zukünftiger Renditen für zahlreiche Assetklassen. Zu diesen Assetklassen gehören die US-amerikanischen und internationalen Aktienmärkte, US-Treasuries und Unternehmensanleihen mit verschiedenen Laufzeiten, internationale Anleihemärkte, US-Geldmärkte, Rohstoffe sowie bestimmte alternative Anlagestrategien. Die theoretische und empirische Grundlage des Vanguard Capital Markets Model ist die Beziehung zwischen Rendite und Risiko: Die Renditen zahlreicher Assetklassen sind der von Anlegern im Gegenzug für bestimmte Arten von systematischem Risiko (Beta) verlangte Ausgleich. Den Kern des Modells bilden Schätzungen der dynamischen statistischen Beziehung zwischen Risikofaktoren und Vermögensrenditen, die durch statistische Analysen auf der Grundlage verfügbarer monatlicher Finanz- und Wirtschaftsdaten gewonnen werden. Mithilfe eines Systems von Gleichungsschätzungen führt das Modell eine Monte Carlo-Simulation durch, um die geschätzten Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Assetklassen sowie Ungewissheit und Zufälle langfristig zu prognostizieren. Das Modell generiert eine große Anzahl simulierter Ergebnisse für jede Assetklasse über verschiedene Zeiträume. Die Prognosen werden durch Berechnung der Zentraltendenzen in diesen Simulationen gewonnen. Die Ergebnisse des Modells variieren mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit.

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