• Die Volkswirtschaften der Industrieländer haben sich trotz hartnäckiger Inflation, angespannter Arbeitsmärkte und steigender Zinsen als robust erwiesen. Trotzdem rechnen wir in den kommenden Monaten mit einer Abkühlung.
  • Die Zentralbanken mussten die Leitzinsen deutlicher anheben, als wir es ursprünglich erwartet hatten. Die letzten Meter bis zum Ziel könnten sich als besonders mühsam herausstellen.
  • Die globalen Aktien- und Anleihemärkte haben seit Jahresbeginn überwiegend positive Renditen abgeworfen. Daher haben wir unsere Renditeerwartungen für die meisten Märkte geringfügig nach unten korrigiert.

"Die Zentralbanken machen Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung, doch noch sind sie nicht am Ziel. Wir gehen davon aus, dass die Kerninflation in den Industrieländern bis Ende 2023 weiter sinken wird."

Andrew Patterson

Senior international economist, Vanguard

In unserem „Marktausblick 2023: Kampf gegen die Inflation“ , den wir zu Beginn des Jahres veröffentlicht haben, hatten wir anhaltende Inflation, angespannte Arbeitsmärkte und steigende Leitzinsen als zentrale Themen benannt. Daran hat sich auch zur Jahresmitte nichts geändert: Die Volkswirtschaften der Industrieländer haben sich als robust erwiesen. Die Lage an den Arbeitsmärkten ist weiterhin angespannt, weshalb die Inflation langsamer zurückgeht als erwartet. Der Lohndruck lässt nach, bleibt aber insbesondere im Dienstleistungssektor bestehen. Die Zentralbanken mussten daher die Leitzinsen etwas stärker anheben, als wir es ursprünglich erwartet hatten.

Wir rechnen damit, dass die Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation weitere Fortschritte machen werden. Allerdings müssen sie dazu die Zinsen länger hoch halten, weshalb wir in den kommenden Monaten eine Konjunkturabkühlung erwarten.

Sind die letzten Meter die schwersten?

Die Zentralbanken machen Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung, doch noch sind sie nicht am Ziel. Wir gehen davon aus, dass die Kerninflation, also die Inflationsrate ohne Lebensmittel- und Energiepreise, in den Industrieländern bis Ende 2023 weiter sinken wird. Die Zielwerte der Zentralbanken, in der Regel 2%, dürfte Inflation jedoch nicht vor Ende 2024, vielleicht sogar erst 2025 erreichen.

Es bleibt also noch einiges zu tun. Wir haben nie geglaubt, dass die Inflation auf magische Weise von selbst zurückgehen würde, auch nicht nach dem Ende der pandemiebedingten Lieferengpässe. Zudem hat Pandemie den demografischen Wandel an den Arbeitsmärkten beschleunigt. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, die höhere Löhne als bisher verlangen können, erfordert zweifellos eine restriktive Geldpolitik. Die letzten Meter bis zum Ziel könnten sich für die Zentralbanken daher als besonders mühsam herausstellen.

Außerdem erwarten wir zum Ende regionale Abweichungen. Die ursprünglichen Auslöser für den Inflationsanstieg waren globaler Natur, auf den letzten Metern entscheiden jedoch lokale Faktoren über die Inflationsentwicklung: Neben der lokalen Nachfrage und der lokalen Arbeitsmarkt- und Wohnungsentwicklung ist dabei auch entscheidend, wie weit die Zentralbanken mit ihren Zinserhöhungen gehen.

Inflation und Geldpolitik machen eine Rezession wahrscheinlicher

In den USA hat die Federal Reserve (Fed) nach einem unerbittlichen Zinserhöhungszyklus eine Pause eingelegt, dabei jedoch angedeutet, dass die Zinsen weiter steigen sollen.

Anfang 2020 kam es zu einem Abschwung , der nur zwei Monate andauerte und damit die kürzeste Rezession in 150 Jahren darstellte. Die Erholung von dieser Rezession hält trotz eines der aggressivsten Zinserhöhungszyklen in der Geschichte der Fed an. Das Wachstum lag zuletzt stabil bei 2% (annualisiert). Wir halten eine Rezession nach wie vor für sehr wahrscheinlich, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Beginn der Rezession nicht mehr in dieses, sondern in das kommende Jahr fällt. Die Inflation am Wohnimmobilienmarkt dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2023 nachlassen und bis 2024 wieder ihr Vorpandemie-Niveau erreichen. Die Abkühlung der Arbeitsmärkte dürfte im weiteren Verlauf dieses Jahres auch die Inflation in den Dienstleistungssektoren (ohne Wohnungsbau) senken.

In unserer ursprünglichen Prognose für dieses Jahr haben wir eine Abschwächung des Arbeitsmarktes (und des Wachstums) als notwendige Voraussetzung für sinkende Inflationsraten bezeichnet. Der Arbeitsmarkt hatte offenbar andere Pläne und blieb selbst bei anhaltender Desinflation robust: Die Arbeitslosigkeit liegt nach wie vor unter 4% und damit auf dem Stand vor Beginn des aktuellen Zinserhöhungszyklus. Wir erwarten weiterhin, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt entspannt.

Kurswechsel in der Geldpolitik wirken mit deutlicher (und schwankender) Verzögerung in der Wirtschaft. Möglicherweise kommt die Fed daher zu dem Schluss, dass die 500 Basispunkte (5 Prozentpunkte), um die sie die Zinsen seit März 2022 erhöht hat, ausreichen, um die Inflation auf die Zielmarke von 2% zu drücken; wir halten jedoch mindestens eine weitere Zinserhöhung für wahrscheinlich.

Eurozone und Großbritannien

Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal 2022 in eine milde Rezession gerutscht, die wahrscheinlich durch die Energiekrise ausgelöst wurde und sich bis zum Ende des ersten Quartals 2023 hinzog. Wir erwarten im Anschluss eine kurze Wachstumsphase und einen erneuten Abschwung in diesem oder im nächsten Jahr, da die restriktive Geldpolitik auch in Europa ihre volle Wirkung mit Verzögerung entfalten dürfte.

Die Inflation im Euroraum ist deutlich zurückgegangen; zudem dürften sinkende Energiepreise dazu beitragen, dass die Gesamtinflationsrate in den kommenden Monaten weiter fällt. Die Inflation der Dienstleistungspreise hängt vom Lohnwachstum ab und ist daher hartnäckiger und maßgeblich für unsere Kerninflationsprognose: Wir gehen davon aus, dass die Kerninflation bis Ende 2023 auf 3,3% fallen und damit immer noch deutlich über dem 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen wird.

Die EZB hat die Zinssätze innerhalb von 12 Monaten um 400 Basispunkte (4 Prozentpunkte) angehoben; wir erwarten eine oder zwei weitere Erhöhungen noch in diesem Jahr. Der Einlagezinssatz von aktuell 3,5% würde dann auf 3,75 bis 4% und somit auf ein wachstumshemmendes Niveau steigen. (Der Einlagensatz ist der auf das Jahr hochgerechnete Zinssatz, den die EZB für Tagesgeldeinlagen zahlt). Damit läge der Einlagezins über unserer Inflationsprognose und überträfe unsere Schätzung des neutralen Zinssatzes für den Euroraum von 1,5 bis 2% um das doppelte. (Der neutrale Zinssatz ist ein theoretischer Zinssatz, der das Wachstum weder hemmt noch fördert.)

Während der Pandemie im Jahr 2020 hatte die Arbeitslosenquote einen Höchststand von 8,6% erreicht, im April 2023 sank sie auf 6,5%. Bis zum Jahresende, wenn der Kampf der EZB gegen die Inflation ins zweite Jahr geht, dürfte die Quote wieder auf 7 bis 7,5% steigen.

Auch in Großbritannien hat uns die Stärke der Wirtschaft überrascht: Ursprünglich hatten wir einen Rückgang der Produktion von Waren und Dienstleistungen in diesem Jahr erwartet, inzwischen rechnen wir mit einem Nullwachstum. Allerdings halten wir auch in Großbritannien eine Rezession für wahrscheinlicher als eine sanfte Landung.

In den ersten Monaten des Jahres 2023 zeigten mehrere Indikatoren, insbesondere die Beschäftigungs- und Lohnzuwachsraten, einen robusten britischen Arbeitsmarkt an, die Verbraucher schätzen die Arbeitsmarktentwicklung dagegen pessimistisch ein. Wir erwarten einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 4 bis 4,5% bis Jahresende.

Steigende Dienstleistungspreise haben die Kerninflation, die in vielen anderen Industrieländern zurückgeht, in Großbritannien auf den höchsten Stand seit 30 Jahren getrieben. Da der Preisanstieg bei Lebensmitteln, Energie und anderen Gütern nachlässt, dürften im kommenden Jahr vor allem die Kerndienstleistungspreise die Gesamtinflation beeinflussen. Wir haben unsere Prognosen seit Jahresbeginn um mehr als einen Prozentpunkt nach oben korrigiert und rechnen jetzt mit einer durchschnittlichen Kern- und Gesamtinflationsrate von jeweils 5,3%.

Wegen der unerwartet hohen Inflation, dem robusten Arbeitsmarkt und steigendem Lohnwachstum haben wir unsere Prognose für den Leitzins der Bank of England bereits vor Kurzem um 75 Basispunkte auf 5,5 bis 5,75% bis Jahresende angehoben, erste Zinssenkungen erwarten wir weiterhin frühestens Mitte 2024.

China und die Schwellenländer

In China haben wir unsere Wachstumsprognosen nach oben korrigiert und erwarten jetzt ein Wirtschaftswachstum von 5,5 bis 6% in diesem Jahr. Ein Großteil dieses Wachstums liegt jedoch bereits hinter uns, weshalb wir in der zweiten Jahreshälfte eine Abkühlung erwarten. Die Jahreswachstumsrate dürfte das konservative Ziel der Regierung letztlich übertreffen, dennoch belasten drei Jahre politischer Unsicherheit das Vertrauen.

Der Arbeitsmarkt hat sich seit dem Ende der Lockdowns kontinuierlich verbessert, die Arbeitslosenquote ist auf 5,2% gesunken. Allerdings hat die Jugendarbeitslosigkeit ein Rekordhoch erreicht und stellt ein Risiko für das Wachstum dar. Zum Jahresende erwarten wir eine Arbeitslosenquote von 4,7%.

Die Inflation war zuletzt dank niedrigerer Energie- und Schweinefleischpreise schwach, könnte jedoch bis Jahresende wieder steigen, wenn die Kreditnachfrage zunimmt und sich die Lebensmittel- und Energiepreise stabilisieren. Dennoch haben wir unsere ursprüngliche Inflationsprognose fast halbiert und rechnen jetzt bis Jahresende mit einer Inflationsrate von 1% gegenüber dem Vorjahr.

Die People’ s Bank of China hat den Zinssatz für ihre einjährige mittelfristige Kreditfazilität zuletzt auf 2,65% gesenkt, was jedoch kaum spürbare Auswirkungen auf die Konjunktur haben dürfte. Wir halten weitere Kürzungen um 10 bis 20 Basispunkte (0,1 bis 0,2 Prozentpunkte) für wahrscheinlich. Chinas Problem ist jedoch nicht das mangelnde Angebot, sondern die mangelnde Nachfrage nach Geld. Die Wahrscheinlichkeit aggressiver staatlicher Anreize ist aufgrund der steigenden Schuldenlast der Kommunen gering.

Unsere Einschätzung der Schwellenländer fällt je nach Region unterschiedlich aus: In Lateinamerika scheint die Inflation ihren Höhepunkt erreicht zu haben; dennoch erwarten wir, dass die Zentralbanken ihre Zinsziele nur langsam senken werden. Die europäischen Schwellenländer sind dagegen mit denselben Problemen konfrontiert wie der Euroraum und Großbritannien, nur in größerem Ausmaß. In Mitteleuropa und Afrika erwarten wir ein Wachstum von rund 1% in diesem und geringfügig weniger im kommenden Jahr, außerdem eine zweistellige Kerninflationsrate. Die asiatischen Schwellenländer dürften mit 5,25% in diesem Jahr deutlich schneller wachsen als die übrigen Schwellenländer, allerdings dürfte die Wachstumsrate im kommenden Jahr auf 5% sinken.

Langsam aber sicher, die Inflation geht zurück

Anmerkungen: Wir geben jeweils die Veränderungen des Kernverbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahr an. Die Zahlen zum Jahresende 2023 sind Prognosen von Vanguard.

Quellen: Berechnungen von Vanguard auf Grundlage von Daten des US Bureau of Labor Statistics, von Eurostat und von dem britischen Office for National Statistics, abgerufen über Macrobond am 15. Juni 2023.

 

Vanguard Prognosen für das Jahresende 2023

Inflationsprognosen auf Grundlage der Kerninflation, also der Inflationsrate ohne die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise. Unsere Jahresendprognose für die US-Leitzinsen entspricht dem unteren Ende des Zielbands der Federal Reserve. Hinweise: Angaben zu Wirtschaftswachstum, Inflation, Geldpolitik und Arbeitslosenquoten entsprechen Prognosen von Vanguard für das Jahresende 2023. Angaben zu Wachstum und Inflation sind relative Werte gegenüber den Vorjahresendwerten; Angaben zu Geldpolitik und Arbeitslosenquoten sind absolute Werte.

Quelle: Vanguard; Stand: 26. Juni 2023.

10-Jahres-Renditeprognosen

Die globalen Aktienmärkte haben sich seit der Veröffentlichung unseres „Marktausblicks 2023: Kampf gegen die Inflation“ insgesamt deutlich erholt, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: China, dem nach Wirtschaftsstärke dominierenden Schwellenland. Für die meisten Anlegerinnen und Anleger sind daher die erwarteten Renditen globaler Aktien (ohne lokale Märkte) gesunken.

Auch die Anleihemärkte haben in den meisten Fällen seit Ende 2022 robuste Gewinne abgeworfen, wenn auch nur nominal (also vor Abzug der Inflation). Seit unserer ursprünglichen Prognose sind die erwarteten Renditen insgesamt leicht zurückgegangen.

In Großbritannien entwickelten sich die Aktien- und Anleihemärkte entgegen dem globalen Trend des ersten Halbjahres schwach, wegen sinkender Aktienbewertungen und steigender Anleiherenditen haben wir unsere annualisierten 10-Jahres-Renditeprognosen für Anlegerinnen und Anleger mit Basiswährung Pfund daher angehoben. Die Zinsdifferenz zwischen Großbritannien und den USA wächst, weshalb die Prognosen für die globalen Aktien- und Anleihemärkte (ohne Großbritannien) steigen.

Nachfolgend finden Sie unsere annualisierten 10-Jahres-Renditeprognosen, jeweils aus Sicht lokaler Anlegerinnen und Anleger in der jeweiligen Landeswährung.

Globale Aktien- und Anleiheprognosen

WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model (VCMM) generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Verteilung der Renditeergebnisse des VCMM wird aus 10.000 Simulationen für jede modellierte Assetklasse abgeleitet. Simulationen per 31. Dezember 2021, 31. Dezember 2022 und 31. Mai 2023. Die Ergebnisse des Modells können mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren. 

Hinweis: Die Zahlen beruhen auf einer Bereichsleiste mit einer Genauigkeit von 2 Punkten für Aktien bzw. 1 Punkt für Anleihen (jeweils um das 50. Perzentil). Für die VCMM-Berechnungen haben wir die folgenden Indizes verwendet: Aktien Euroraum: MSCI European Economic and Monetary Union (EMU) Index; Aktien Welt ohne Euroraum: MSCI AC World ex EMU Index; Anleihen Euroraum: Bloomberg Euro-Aggregate Bond Index; Anleihen Welt ohne Euroraum: Bloomberg Global Aggregate ex Euro Index.

Quelle: Vanguard.

 

Vanguard Wirtschafts- und Marktausblick: Halbjahresbericht 2023

Vanguard Wirtschafts- und Marktausblick: Halbjahresbericht 2023

Der Kampf gegen die Inflation geht weiter

Vanguard Wirtschafts- und Marktausblick: Halbjahresbericht 2023

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.

Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

Jegliche Prognosen sollten als hypothetischer Natur betrachtet werden und spiegeln keine zukünftigen Ergebnisse wider bzw. garantieren diese nicht.

WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Verteilung der Renditeergebnisse des VCMM wird aus 10.000 Simulationen für jede modellierte Assetklasse abgeleitet. Simulationen per 31. Dezember 2022. Die Ergebnisse des Modells können mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren.

Die Prognosen des VCMM basieren auf statistischen Analysen und historischen Daten. Zukünftige Renditen können von den im VCMM erfassten historischen Mustern abweichen. Noch wichtiger ist jedoch, dass das VCMM extrem negative Szenarios unterschätzen kann, die in den historischen Zeiträumen, auf denen die Modellschätzungen beruhen, nicht vorkamen.

Das Vanguard Capital Markets Model® ist ein proprietäres Finanzsimulationstool, das von der Investment Strategy Group von Vanguard entwickelt und gepflegt wird. Das Modell prognostiziert die Verteilung zukünftiger Renditen für zahlreiche Assetklassen. Zu diesen Assetklassen gehören die US-amerikanischen und internationalen Aktienmärkte, US-Treasuries und Unternehmensanleihen mit verschiedenen Laufzeiten, internationale Anleihemärkte, US-Geldmärkte, Rohstoffe sowie bestimmte alternative Anlagestrategien. Die theoretische und empirische Grundlage des Vanguard Capital Markets Model ist die Beziehung zwischen Rendite und Risiko: Die Renditen zahlreicher Assetklassen sind der von Anlegern im Gegenzug für bestimmte Arten von systematischem Risiko (Beta) verlangte Ausgleich. Den Kern des Modells bilden Schätzungen der dynamischen statistischen Beziehung zwischen Risikofaktoren und Vermögensrenditen, die durch statistische Analysen auf der Grundlage verfügbarer monatlicher Finanz- und Wirtschaftsdaten gewonnen werden. Mithilfe eines Systems von Gleichungsschätzungen führt das Modell eine Monte Carlo-Simulation durch, um die geschätzten Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Assetklassen sowie Ungewissheit und Zufälle langfristig zu prognostizieren. Das Modell generiert eine große Anzahl simulierter Ergebnisse für jede Assetklasse über verschiedene Zeiträume. Die Prognosen werden durch Berechnung der Zentraltendenzen in diesen Simulationen gewonnen. Die Ergebnisse des Modells variieren mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit.

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