Nach der Veröffentlichung unseres Wirtschafts- und Marktausblicks 2026 haben unsere Kundinnen und Kunden uns wiederholt drei Fragen gestellt. Eine Frage haben wir besonders häufig gehört: Warum spricht Vanguard von Risiken am Aktienmarkt, wenn Künstliche Intelligenz (KI) einen massiven Konjunkturschub auslösen könnte?
Als Antwort verweisen wir auf die Enttäuschungen der Vergangenheit. Langfristig sind für Marktrenditen in der Regel die Ausgangsbewertungen relevant, außerdem die Markterwartungen, die diesen zugrunde liegen, sowie die Frage, ob diese Erwartungen erfüllt werden.
Beispielsweise wird die Entwicklung am US-Aktienmarkt heute von einer kleinen Gruppe von Mega-Cap-Technologieunternehmen und anderen aufstrebenden Stars geprägt, die Hunderte Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren (und die wir in unserem Bericht „KI-Skalierer“ nennen).
Viele dieser Unternehmen erwirtschaften außerordentlich hohe Gewinne, sind aber auch einmalig teuer bewertet. Betrachtet man frühere innovationsgetriebene Investitionszyklen, erkennt man ein erstaunlich beständiges Muster: Der reale technologische Fortschritt folgt häufig den historischen Investitionszyklen, die langfristigen Renditen bleiben dagegen oft hinter ihren historischen Durchschnittswerten zurück.
Kumulative Renditen des breiten US‑Aktienmarkts über historische Achtjahres‑Anlagezyklen

Anmerkungen: Beginn des jeweiligen Zeitraums ist das erste Quartal 1850 (Eisenbahnen), das erste Quartal 1946 (Automobilproduktion nach dem Zweiten Weltkrieg), das erste Quartal 1980 (Öl und Gas), das zweite Quartal 1995 (Telekommunikation) und das dritte Quartal 2022 (KI). Die Renditen des Eisenbahnzyklus sind Gesamtmarktrenditen, die Renditen der anderen Zyklen entsprechen den Renditen über dem risikofreien Zinssatz. Die gestrichelte Linie zeigt die durchschnittliche Aktienmarktrendite über dem risikofreien Zinssatz von 1926 bis heute.
Quellen: Berechnungen von Vanguard anhand von Daten der Yale School of Management und der Datenbank von Kenneth R. French; Stand: 30. November 2025.
Das ist keineswegs ein Widerspruch. Innovationsgetriebene Investitionszyklen, ob Eisenbahn, Elektrifizierung, Internet oder jetzt Künstliche Intelligenz, folgen in der Regel einem mehrjährigen Muster, das mit einem „Big Bang“ beginnt, der die Verbreitung der Technologie vorantreibt und die Fantasie der Märkte beflügelt. In der ersten Hälfte des Zyklus sorgen aufkeimender Enthusiasmus, Kapitalzuflüsse und steigende Gewinne für hohe Renditen.
Dann kommt die zweite Hälfte, und die ist meist eher schwierig. In den Investitionszyklen ist ein gemeinsamer Trend erkennbar, auch wenn sich für diesen Trend jeweils andere Gründe anführen lassen: Die hohen Erwartungen (und die damit einhergehenden hohen Bewertungen) kollidieren irgendwann mit der Erkenntnis, dass nicht alle der frühen Marktführer von einem Rekord zum nächsten eilen werden. Die Bewertungen müssen irgendwann den Fundamentaldaten folgen: nach unten.
Dieses Muster lässt eine Rotation an der Spitze des Marktes erwarten. Häufig kommt es in diesen Zyklen – insbesondere in Spätphasen – zu einer dramatischen Verschiebung von wachstumsorientierten Marktführern hin zu Value-Unternehmen. Und selbst wenn die disruptive Wirkung Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft anhalten sollte, könnte es sich lohnen, verstärkt auf weniger teuer bewertete Marktsegmente zu setzen.
Wer vor allem auf die kommenden zwölf Monate blickt, sollte bedenken, dass unser 1-Jahres-Ausblick trotz der unterdurchschnittlichen langfristigen Prognosen optimistisch ist.
Warum? Weil die US-Aktienrenditen weiterhin vor allem von dem Gewinnwachstum der KI-Marktführer abhängen, zumindest kurzfristig. Wir gehen davon aus, dass die Gewinne dieser Unternehmen ein weiteres Jahr lang deutlich wachsen werden – und der Markt teilt unsere Erwartung. Solange dieser mehrjährige Trend anhält, sind die Rahmenbedingungen für den Markt als Ganzen weiterhin günstig.
Natürlich können sich die Märkte in jedem beliebigen 12-Monats-Zeitraum in beide Richtungen bewegen, und kurzfristig können Schocks oder einfach nur Stimmungsumschwünge die Entwicklung beeinflussen. Das größte Risiko geht jedoch von Zweifeln am Narrativ des anhaltenden Gewinnwachstums der KI-Skalierer aus.
Spekulationen über das Wie und Warum eines solchen Umschwungs mögen müßig sein; entscheidend ist, ob die Gründe dauerhaft und wesentlich genug erscheinen, um ein anhaltendes Gewinnwachstum infrage zu stellen. Wenn der Gewinnmotor weniger zuverlässig erscheint, können die Märkte schnell ins Wanken geraten.
Hohe Kapitalinvestitionen haben im vergangenen Jahr erheblich zum US-Wachstum beigetragen, woran sich auch im neuen Jahr nichts ändern dürfte. 2026 gehen wir daher von einer Wachstumsrate von über 2% aus. Ein wesentlicher Faktor sind steigende Investitionen in Künstliche Intelligenz, die nach unserer Einschätzung die Nichtwohnungsbauinvestitionen auf etwa 7% anheben werden.
Vorgezogene Importe, Ausnahmen und die verzögerte Weitergabe höherer Importpreise an Verbraucherinnen und Verbraucher konnten die Wirkung der Zölle und anderer handelspolitischer Maßnahmen bisher abfedern. Die Weitergabe der Zölle wird das Wachstum im neuen Jahr mäßig belasten und den Inflationsrückgang zu Jahresbeginn bremsen. Die Kerninflation dürfte einen Höchststand von knapp über 3% erreichen, bevor sie im weiteren Jahresverlauf zurückgeht.
Wegen der höheren Wachstumsraten und der inzwischen annähernd neutralen Leitzinsen gehen wir davon aus, dass die US Federal Reserve (Fed) zögern und die Zinsen im neuen Jahr nur noch einmal senken wird, und zwar zu Jahresbeginn. (Der neutrale Zinssatz ist der Zinssatz, der das Wirtschaftswachstum weder beschleunigt noch belastet.)
Wirtschaftsprognosen USA
| Wachstum | Arbeitslosenquote | Kerninflation | Geldpolitik | |
| Jahresendprognose | 2,25% | 4,2% | 2,6% | 3,5% |
Anmerkungen: Das BIP-Wachstum ist definiert als die Veränderung des realen (inflationsbereinigten) BIP im vierten Quartal des Prognosejahres gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entspricht dem Stand vom Dezember 2026. Die Kerninflation entspricht der prozentualen Veränderung des Preisindexes der persönlichen Konsumausgaben (ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise) gegenüber dem Vorjahr zum Jahresende 2026. Die Geldpolitik entspricht dem oberen Ende des Zielbands der Federal Reserve für den Leitzins zum Jahresende.
Quelle: Vanguard.
Der im November 2025 veröffentlichte Haushalt war insgesamt positiv für Wachstum, Inflation und Schuldentragfähigkeit. Die Steuererhöhungen in Höhe von 26 Milliarden Pfund werden größtenteils erst ab 2028 in Kraft treten, die laufenden Ausgaben werden kurzfristig nur geringfügig steigen. Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2026 zuletzt um 0,2 Prozentpunkte auf 1% angehoben.
Ein großer Teil der Lücke zwischen der aktuellen Inflation und dem 2%-Ziel der Bank of England (BoE) geht auf regulierte Preise zurück, unter anderem für Energie und Wasser. Wir erwarten einen deutlichen Inflationsrückgang, zumal die angekündigten Maßnahmen der Regierung direkt zu einer Senkung der Energiepreise beitragen und die schwierige Vergleichsbasis für einige Komponenten aus der Statistik fällt.
Zuletzt hat die Bank of England ihren Leitzins im Dezember auf 3,75% gesenkt. Wir erwarten zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr (wahrscheinlich ab April), sodass der Leitzins Ende 2026 bei 3,25% liegen und damit in etwa unserer Schätzung des Neutralzinssatzes entsprechen dürfte.
Wirtschaftsprognosen Großbritannien
| Wachstum | Arbeitslosenquote | Kerninflation | Geldpolitik | |
| Jahresendprognose | 1% | 5% | 2,6% | 3,25% |
Anmerkungen: Das BIP-Wachstum ist definiert als die Veränderung des realen (inflationsbereinigten) BIP im Prognosejahr gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entspricht dem Stand vom Dezember 2026. Die Kerninflation entspricht der prozentualen Veränderung des Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (ohne die volatilen Preise für Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak) gegenüber dem Vorjahr vom Dezember 2026. Die Geldpolitik entspricht dem Leitzins der Bank of England zum Jahresende.
Quelle: Vanguard.
Im Euroraum ist eine weiche Landung gelungen. Die 12-Monats-Inflation, die Ende 2022 einen Höchststand von über 10% erreicht hatte, hat das abgelaufene Jahr beim Stand von 2% beendet, was der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) entspricht. Inzwischen liegt das Wirtschaftswachstum nahe am Potenzialwachstum, die Arbeitslosenquote hat den niedrigsten anhaltenden Stand seit Einführung des Euro im Jahr 1999 erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Lockerungszyklus im Juni 2025 beendet und den Zinssatz für ihre Einlagefazilität, der 2024 einen Höchststand von 4% erreicht hatte, bei 2% gehalten, woran sich im neuen Jahr auch nichts ändern dürfte.
Inzwischen rückt die Haushaltspolitik in den Mittelpunkt: Das deutsche Haushaltsdefizit dürfte sich in den nächsten zehn Jahren auf knapp 4% der Wirtschaftsleistung belaufen, zudem werden im neuen Jahr EU-weit die Verteidigungsausgaben steigen und voraussichtlich einen bedeutenden Beitrag zum Wachstum leisten.
Einen massiven Investitionsimpuls durch Künstliche Intelligenz erwarten wir dagegen nicht: Die geplanten Investitionsausgaben des europäischen Technologiesektors für die nächsten zwei Jahre belaufen sich auf rund 250 bis 300 Milliarden US-Dollar, in den USA dagegen auf über 2 Billionen US-Dollar. Im Euroraum erwarten wir daher ein reales Wachstum der privaten Investitionen von nur 2% und damit deutlich weniger als in den USA (7%).
Wirtschaftsprognosen Euroraum
| Wachstum | Arbeitslosenquote | Kerninflation | Geldpolitik | |
| Jahresendprognose | 1,2% | 6,3% | 1,8% | 2% |
Anmerkungen: Das BIP-Wachstum ist definiert als die Veränderung des realen (inflationsbereinigten) BIP im Prognosejahr gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entspricht dem Stand vom Dezember 2026. Die Kerninflation entspricht der prozentualen Veränderung des harmonisierten Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (ohne die volatilen Preise für Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak) gegenüber dem Vorjahr vom Dezember 2026. Die Geldpolitik entspricht dem Zinssatz der Einlagefazilität der Europäischen Zentralbank zum Jahresende.
Quelle: Vanguard.
Trotz anhaltender Zollunsicherheit und politischer Turbulenzen dürfte sich die Normalisierung der japanischen Geldpolitik fortsetzen, außerdem erwarten wir beständiges Wachstum. Auch die Inlandsnachfrage erholt sich trotz des anhaltenden Inflationsdrucks weiter.
Der private Verbrauch dürfte auch dank des starken Lohnwachstums und dauerhafter Einkommensteuersenkungen stabil bleiben und die Investitionsausgaben dank hoher Unternehmensgewinne weiter steigen, weshalb wir für das laufende Jahr ein solides Realwachstum von 1% erwarten. Dank der robusten US-Konjunktur und dem schwachen Yen sollten auch die Exporte im neuen Jahr moderat wachsen, zumal die US-Zollerhöhungen bislang kaum ins Gewicht fallen.
Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins im Dezember um einen Viertelprozentpunkt auf 0,75% angehoben und damit nicht nur wachsendes Vertrauen in eine nachhaltige Inflation, sondern auch die Bereitschaft zu einer weiteren Normalisierung ihrer Zinsen signalisiert. Wir gehen davon aus, dass die BoJ den Leitzins bis Ende 2026 auf 1% und später auf 1,5% anheben wird, was unserer Schätzung des Neutralzinssatzes entspricht. Die neue Regierung plant, die Ausgaben unerwartet deutlich anzuheben. In Verbindung mit der soliden Inlandsnachfrage und anhaltender Inflation dürften steigende Schulden den Preisdruck verstärken – und damit mittelfristig auch die Sorge um die Schuldentragfähigkeit des Landes.
Wirtschaftsprognosen Japan
| Wachstum | Arbeitslosenquote | Kerninflation | Geldpolitik | |
| Jahresendprognose | 1% | 2,4% | 2% | 1% |
Anmerkungen: Das BIP-Wachstum ist definiert als die Veränderung des realen (inflationsbereinigten) BIP im Prognosejahr gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entspricht dem Stand vom Dezember 2026. Die Kerninflation entspricht der prozentualen Veränderung des Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (ohne die volatilen Preise für frische Lebensmittel) gegenüber dem Vorjahr vom Dezember 2026. Die Geldpolitik entspricht dem Zielwert der Bank of Japan für den Tagesgeldsatz zum Jahresende.
Quelle: Vanguard.
Das Jahr 2026 ist das erste Jahr des 15. chinesischen 5-Jahres-Plans, mit dem die Regierung technologische Innovation fördern und die Produktion modernisieren will. Das Wachstum dürfte in diesem Jahr leicht auf 4,5% zurückgehen, ein Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe und steigende Infrastrukturinvestitionen sollten die negativen Effekte durch Zölle zum Teil ausgleichen.
Chinas KI-Entwicklung scheint schneller, aber weniger einschneidend zu sein als die der USA. Wir sehen begrenzteres Potenzial für eine Kapitalvertiefung und steigende Produktivität. Effiziente Modelle und eine robuste Infrastruktur reduzieren den Investitionsbedarf, zudem ist der chinesische Arbeitsmarkt aufgrund des deutlich höheren Anteils von Landwirtschaft, verarbeitender Industrie und Baugewerbe im Vergleich zu den USA sehr viel weniger von einer möglichen KI-Automatisierungswelle bedroht.
Die People's Bank of China hat ihre Darlehensreferenzzinssätze im vierten Quartal 2025 unverändert belassen und damit signalisiert, das sie die Liquidität stabil halten und selektiv erhöhen will. Im neuen Jahr erwarten wir nur moderate Leitzinssenkungen im Umfang von insgesamt 20 Basispunkten. (Ein Basispunkt ist ein Hundertstel eines Prozentpunktes.)
Wirtschaftsprognosen China
| Wachstum | Arbeitslosenquote | Kerninflation | Geldpolitik | |
| Jahresendprognose | 4,5% | 5,1% | 1% | 1,2% |
Anmerkungen: Das BIP-Wachstum ist definiert als die Veränderung des realen (inflationsbereinigten) BIP im Prognosejahr gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entspricht dem Stand vom Dezember 2026. Die Kerninflation entspricht der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindex (ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise) zum Jahresende 2026 gegenüber dem Vorjahr. Die Geldpolitik entspricht dem 7-Tages-Reverse-Repo-Satz per Jahresende.
Quelle: Vanguard.
Nach der letzten Auswertung des Vanguard Capital Markets Model® (VCMM) haben wir unseren 10-Jahres-Ausblick für wichtige Märkte mit Daten per 31. Dezember 2025 aktualisiert.
In den kommenden zehn Jahren erwarten wir die nachstehenden Nominalrenditen1 (jeweils in Landeswährung der Anlegerinnen und Anlegern in den entsprechenden Wirtschaftsräumen):

1 Die Zahlen beruhen auf einer Bereichsleiste mit einer Genauigkeit von 2 Punkten für Aktien bzw. 1 Punkt für Anleihen (jeweils um das 50. Perzentil).
Von wichtigen Anlageprinzipien bis zum Portfolioaufbau – mit unseren Multimedia-Anwendungen können Sie Ihr Anlagewissen vertiefen.
WICHTIGER HINWEIS: Die Prognosen sowie andere Informationen, die von dem Vanguard Capital Markets Model generiert werden und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Anlageergebnisse zum Gegenstand haben, sind naturgemäß hypothetisch, stellen keine tatsächlichen Anlageergebnisse dar und garantieren keine zukünftigen Erträge. Die Verteilung der Renditeergebnisse des VCMM wird aus 10.000 Simulationen für jede modellierte Assetklasse abgeleitet. Die Ergebnisse des Modells können mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit variieren. Die Prognosen des VCMM basieren auf statistischen Analysen und historischen Daten. Zukünftige Renditen können von den im VCMM erfassten historischen Mustern abweichen. Noch wichtiger ist jedoch, dass das VCMM extrem negative Szenarios unterschätzen kann, die in den historischen Zeiträumen, auf denen die Modellschätzungen beruhen, nicht vorkamen.
Das Vanguard Capital Markets Model® ist ein proprietäres Finanzsimulationstool, das von der Investment Strategy Group von Vanguard entwickelt und gepflegt wird. Das Modell prognostiziert die Verteilung zukünftiger Renditen für zahlreiche Assetklassen. Zu diesen Assetklassen gehören die US-amerikanischen und internationalen Aktienmärkte, US-Treasuries und Unternehmensanleihen mit verschiedenen Laufzeiten, internationale Anleihemärkte, US-Geldmärkte, Rohstoffe sowie bestimmte alternative Anlagestrategien. Die theoretische und empirische Grundlage des Vanguard Capital Markets Model ist die Beziehung zwischen Rendite und Risiko: Die Renditen zahlreicher Assetklassen sind der von Anlegern im Gegenzug für bestimmte Arten von systematischem Risiko (Beta) verlangte Ausgleich. Den Kern des Modells bilden Schätzungen der dynamischen statistischen Beziehung zwischen Risikofaktoren und Vermögensrenditen, die durch statistische Analysen auf der Grundlage verfügbarer monatlicher Finanz- und Wirtschaftsdaten gewonnen werden. Mithilfe eines Systems von Gleichungsschätzungen führt das Modell eine Monte Carlo-Simulation durch, um die geschätzten Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Assetklassen sowie Ungewissheit und Zufälle langfristig zu prognostizieren. Das Modell generiert eine große Anzahl simulierter Ergebnisse für jede Assetklasse über verschiedene Zeiträume. Die Prognosen werden durch Berechnung der Zentraltendenzen in diesen Simulationen gewonnen. Die Ergebnisse des Modells variieren mit jeder Nutzung sowie im Laufe der Zeit.
Der Wert des VCMM liegt primär in seiner Anwendung für die Analyse potenzieller Kundenportfolios. VCMM-Prognosen für einzelne Assetklassen – bestehend aus Verteilungen der erwarteten Renditen, Volatilitäten und Korrelationen – sind der Schlüssel zur Bewertung potenzieller Verlustrisiken, verschiedener Risiko-Rendite-Zielkonflikte sowie der Diversifizierungsvorteile unterschiedlicher Anlageklassen. Zwar werden mit jeder Renditeverteilung auch Zentraltendenzen generiert, allerdings lassen sich die Ergebnisse des VCMM am effektivsten nutzen, indem man das gesamte Spektrum möglicher Ergebnisse für die untersuchten Assetklassen betrachtet.
Das VCMM generiert ein breites Spektrum möglicher Ergebnisse und soll so die Unsicherheit von Prognosen darstellen. Es ist wichtig zu verstehen, dass das VCMM den Renditeverteilungen keine „Normalität“ aufzwingt, sondern vielmehr von den sogenannten „Fat Tails“ (Extremrisiken) und der Schiefe in der empirischen Verteilung der modellierten Assetklassenrenditen beeinflusst wird. Innerhalb eines breiten Ergebnisspektrums können Anlegerinnen und Anleger sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen, was die Vielfältigkeit der möglichen zukünftigen Pfade unterstreicht. Tatsächlich ist dies einer der wichtigsten Gründe, warum wir Renditeprognosen als Verteilung darstellen.
Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken
Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihrer Investitionen erleiden.
Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse. In den Performanceangaben sind die Provisionen und Kosten im Zusammenhang mit der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen nicht berücksichtigt.
Jegliche Prognosen sollten als hypothetischer Natur betrachtet werden und spiegeln keine zukünftigen Ergebnisse wider bzw. garantieren diese nicht.
Wichtige allgemeine Hinweise
Nur für professionelle Anleger (nach den Kriterien der MiFID II-Richtlinie), die auf eigene Rechnung investieren (einschließlich Verwaltungsgesellschaften (Dachfonds) und professionelle Kunden, die im Namen ihrer diskretionären Kunden investieren). In der Schweiz nur für professionelle Anleger. Nicht für die öffentliche Verbreitung bestimmt.
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