„Moonshot IPOs“ sind kein Grund abzuheben
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ETF & Index

„Moonshot IPOs“ sind kein Grund abzuheben

Milliardenschwere IPOs mögen die Schlagzeilen beherrschen, doch Indizes sind mehr von ihrer Struktur und weniger vom Hype der Märkte geprägt.

Wichtige Punkte

  • Nach einem Börsengang wird eine Aktie schrittweise in Indizes aufgenommen. Für die initiale Gewichtung ist dabei der Streubesitz ausschlaggebend, nicht die Gesamtmarktkapitalisierung.

  • Da Indizes unterschiedlichen Konstruktionsregeln unterliegen und Aktien nicht immer zum gleichen Zeitpunkt in alle Indizes aufgenommen werden, kann es auch in Umfang und Timing von Fonds-Exposures zu Abweichungen kommen.

  • Selbst schlagzeilenträchtige Börsengänge machen sich in diversifizierten Indexportfolios in der Regel zunächst kaum bemerkbar, solange nur ein geringer Teil der Aktien tatsächlich handelbar ist.

Der Börsengang von SpaceX lässt einige Anlegerinnen und Anleger auf einen Schub für ihre Indexfonds und ETFs hoffen, während andere Kursschwankungen befürchten.

Vanguard Indexfonds und -ETFs werden in den Tagen und Wochen nach dem Börsengang in Aktien von SpaceX investieren, allerdings bleiben wir dabei auf dem Boden. Die Indizes, die unsere Fonds und ETFs abbilden, unterliegen bestimmten Regeln, und diese Regeln schreiben eine schrittweise Aufnahme neuer Aktien vor.

Neben Diversifizierung, Transparenz und Kosteneffizienz sollten Anlegerinnen und Anleger auch eines der Kernprinzipien von Indexstrategien nicht außer Acht lassen: Die Märkte bestimmten das Ergebnis, nicht irgendein Hype.

Einordnung: Die Gewichtung eines Unternehmens in einem Index – und damit auch in Indexprodukten – hängt von dem Wert der Aktien ab, die öffentlich gehandelt werden (die sogenannte „Float-bereinigte Marktkapitalisierung“), und nicht von der Gesamtmarktkapitalisierung, in der auch die Aktien von Insidern oder bestimmten anderen Investoren enthalten sind.

Zu Beginn werden die Aktien von SpaceX und anderen „heißen“ Börsengängen daher nur einen kleinen Teil des Portfolios von Indexfonds ausmachen. Sobald mehr Aktien in den öffentlichen Handel gelangen, wird auch die Gewichtung dieser Aktien in Indizes steigen. SpaceX beispielsweise soll angeblich mehr als eine Billion US-Dollar wert sein, doch für die Gewichtung der Aktie in einem Index, in den sie aufgenommen werden soll, ist zunächst nur der sogenannte Streubesitz, auch Freefloat genannt, von rund 5% ausschlaggebend.

Relevanz: Zwar finden Mega-Börsengänge relativ schnell Eingang in zahlreiche größere Indizes, doch Indexfonds gewichten Aktien entsprechend dem Streubesitz, also dem öffentlich handelbaren Teil der Marktkapitalisierung, in dem Aktien im Besitz von Managern, Mitarbeitern und größeren Investoren nicht enthalten sind.

Fazit: Vanguard setzt sich seit Langem für kosteneffiziente, diversifizierte Anlagelösungen sowie disziplinierte, regelbasierte Indexkonstruktion ein. Werden neue Aktien schneller in Indizes aufgenommen, bilden diese aus unserer Sicht den IPO-Markt besser und beständiger ab – wovon Anlegerinnen und Anleger profitieren. Dennoch dürften sich SpaceX, Anthropic, OpenAI und andere vielbeachtete Börsengänge in den meisten Indexportfolios zunächst wenig bemerkbar machen.

Was Anlegerinnen und Anleger über IPOs wissen sollten, fassen wir nachstehend zusammen:

  • Indexregeln begrenzen die Auswirkungen von Volatilität bei Börsengängen: Indexstrategien sollen den Markt abbilden und hohe Diversifizierung gewährleisten, nicht auf kurzfristige Verwerfungen im Zusammenhang mit Börsengängen reagieren. Durch eine beschleunigte Aufnahme bleiben Indizes repräsentativ, doch eine Streubesitzbereinigung kann dazu beitragen, überproportionale Gewichtungen zu vermeiden und die Auswirkungen größerer Börsengänge abzufedern.
  • Neue Indexregeln machen Aktien schneller investierbar: Früher war es üblich, einige Monate zu warten oder einen höheren Freefloat zu verlangen, bevor eine neue Aktie in einen Index aufgenommen wurde. Heute sind die Indexanbieter flexibler, doch ab dem ersten Tag kommen Neuemissionen trotzdem nicht in die Benchmark. Selbst die von einigen Indexanbietern angebotenen „Fast-Track“-Aufnahmeregeln für sehr große Börsengänge sehen nach wie vor eine Mindestwartezeit vor, die in der Regel zwischen 5 und 15 Handelstagen beträgt. Einzige Ausnahme ist S&P: Der Ratinganbieter hat beschlossen, die derzeitigen Regeln seiner S&P 1500 Composite Series (zu der auch der S&P 500 gehört) nicht zu ändern. Damit eine Aktie in einen dieser Indizes aufgenommen werden kann, muss das Unternehmen daher sowohl im letzten Quartal als auch in der Summe der letzten vier Quartale profitabel gewesen sein.
  • Marktgewichtung verhindert Konzentration: Da bei diesen großen Börsengängen nur ein relativ kleiner Teil der Aktien des Unternehmens tatsächlich auf den Markt kommt – im Fall von SpaceX werden es voraussichtlich weniger als 5% sein –, fallen sie in der Regel auch im Index weniger ins Gewicht. Wenn die Investoren der ersten Stunde, Gründer und Mitarbeiter in den Monaten nach dem Börsengang weitere Aktien verkaufen, steigt auch der Streubesitz des Unternehmens, sodass die Gewichtung der Aktie in streubesitzbereinigten Indizes organisch steigen kann.

Das ändert sich für die Indexfonds und ETFs von Vanguard

Da die Gewichtung wohl zunächst bei nur 1% oder sogar darunter liegen wird, halten sich die Auswirkungen auf die Portfolios von Vanguard in Grenzen. Wir erwarten nur begrenzten Portfolioumschlag und Steuereffekte ohne größere Implikationen für das Tracking.

Wie schnell einzelne Indexfonds und ETFs von Vanguard SpaceX und andere Börsengänge in ihr Portfolio aufnehmen werden, fassen wir nachstehend zusammen: 

Quelle: Vanguard; Stand: 11. Juni 2026.

Neue Aufnahmeregeln für Mega-IPOs

Die meisten großen Indexanbieter haben ihre Regeln angepasst, damit größere Börsengänge schneller in den Index aufgenommen werden können. Einige Anbieter, darunter CRSP, FTSE und Russell, legen Wert auf Geschwindigkeit und Breite, während S&P einen eher vorsichtigen, qualitativen Ansatz verfolgt; Nasdaq will sehr große Technologieunternehmen möglichst schnell an die Börse bringen und achtet daher nicht allzu sehr auf den Streubesitz zum Zeitpunkt des Börsengangs. Doch alle diese Anbieter halten sich bei der Entwicklung von Indizes an bestimmte Regeln, die Fairness, Berechenbarkeit und ein Exposure auf das tatsächlich investierbare Anlageuniversum gewährleisten sollen.

IPO-Aufnahme: Vergleich der Methoden der wichtigsten Indexanbieter

Quelle: Vanguard; Stand: 8. Juni 2026. 

Der Vanguard Vorteil

Das erfahrene Portfoliomanagement Team von Vanguard kann auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz im Umgang mit Indexrekonstitutionen und Kapitalmaßnahmen zurückblicken.

Als treuhänderischer Verwalter des Anlagevermögens unserer Indexfondsanlegerinnen und -anleger sind wir bestens darauf vorbereitet, Indexänderungen effizient umzusetzen. Die Erfahrung der vergangenen fünfzig Jahre hilft uns dabei, Kosten und Marktauswirkungen für unsere Kundinnen und Kunden zu minimieren.

Die neuen Inklusionsregeln gewährleisten, dass Indizes und Indexprodukte den investierbaren Markt auch zukünftig präzise abbilden – auch wenn sich die Struktur dieses Marktes verändert.

Durch transparente und objektive Aufnahmekriterien sorgen die Indexanbieter für Fairness und Kohärenz für alle Anlegerinnen und Anleger und vermeiden so Hype und emotionale Einflüsse.

Wir sind der Ansicht, dass Anlegerinnen und Anleger letztlich von der Evolution der Welt der Indexfonds profitieren werden. Indexstrategien haben sich schließlich auch deshalb bewährt, weil sie sich ständig weiterentwickeln. Vor fünfzig Jahren stellten Indexfonds eine einfache Lösung dar, mit der Anlegerinnen und Anleger am Wachstum der Märkte partizipieren konnten, ohne ihre Entwicklung vorhersagen zu müssen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
 

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Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken

Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihre Investitionen erleiden.

Bei Investitionen in kleinere Unternehmen kann eine höhere Volatilität gegeben sein, als dies bei Investitionen in etablierte und solide (auch sog. Blue-Chip-Unternehmen) der Fall ist.

ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.

Der Fonds kann derivative Finanzinstrumente verwenden, um Risiken oder Kosten zu reduzieren und/oder zusätzliche Erträge oder Wachstum zu generieren. Die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten kann eine Erhöhung oder Verringerung des Engagements in Basiswerten bewirken und zu stärkeren Schwankungen des Nettoinventarwerts des Fonds führen. Derivative Finanzinstrumente sind finanzielle Kontrakte, deren Wert auf dem Wert einer Finanzanlage (wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Währungen) oder einem Marktindex basiert.

Einige Fonds investieren in Wertpapiere, die auf unterschiedliche Währungen lauten. Der Wert dieser Anlagen kann aufgrund von Wechselkursschwankungen steigen oder fallen.

Weitere Informationen zu Risiken finden Sie im Abschnitt „Risikofaktoren“ im Verkaufsprospekt auf unserer Webseite.

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Für Schweizer professionelle Anleger: Potenzielle Anlegerinnen und Anleger profitieren bei der Beurteilung der Angemessenheit und Eignung nicht vom Schutz des FinSA.

Vanguard Funds plc wurde von der irischen Zentralbank als OGAW zugelassen und für den öffentlichen Vertrieb in bestimmten EWR-Ländern und in Großbritannien  registriert. Künftige Anleger finden im Prospekt des Fonds weitere Informationen. Künftigen Anlegern wird außerdem dringend geraten, sich bezüglich der Auswirkungen einer Anlage in den Fonds, dem Halten oder der Veräußerung von Anteilen des Fonds und dem Erhalt von Ausschüttungen aus solchen Anteilen im Rahmen der Gesetze, in dem sie steuerpflichtig sind, an ihren persönlichen Berater zu wenden.

Der Manager von Vanguard Funds plc ist Vanguard Group (Ireland) Limited. Vanguard Asset Management, Limited ist eine Vertriebsgesellschaft von Vanguard Funds plc.

Für Schweizer professionelle Anleger: Der Manager von Vanguard Funds plc ist Vanguard Group (Ireland) Limited. Die Vanguard Investments Switzerland GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft von Vanguard Funds plc in der Schweiz. Vanguard Funds plc wurde von der Zentralbank von Irland als OGAW zugelassen. Künftige Anleger finden im Prospekt des Fonds weitere Informationen. Künftigen Anlegern wird außerdem dringend geraten, sich bezüglich der Auswirkungen einer Anlage in den Fonds, dem Halten oder der Veräußerung von Anteilen des Fonds und dem Erhalt von Ausschüttungen aus solchen Anteilen im Rahmen der Gesetze, in dem sie steuerpflichtig sind, an ihren persönlichen Berater zu wenden.

Für Schweizer professionelle Anleger: Vanguard Funds plc  wurde von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA zum Vertrieb in und aus der Schweiz zugelassen. Die Vertretung und Zahlstelle in der Schweiz ist BNP Paribas Securities Services, Paris, Succursale de Zurich, Selnaustrasse 16, 8002 Zürich. Exemplare der Satzung, des KIID und des Verkaufsprospekts für diese Fonds sind kostenlos in Landessprachen bei der Vanguard Investments Switzerland GmbH über unsere Website und bei der Vertretung in der Schweiz erhältlich.

Die Verwaltungsgesellschaft der in Irland domizilierten Fonds kann beschließen, alle Vereinbarungen über den Vertrieb der Anteile in einem oder mehreren Ländern gemäß der OGAW-Richtlinie in ihrer jeweils gültigen Fassung zu beenden.

Der indikative Nettoinventarwert („iNIW“) für die ETFs von Vanguard wird auf Bloomberg oder Reuters veröffentlicht. Informationen zu den Beständen finden Sie in der Portfolio Holdings Policy.

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