Spannungen im Nahen Osten haben die Märkte erschüttert, Aktien und Anleihen reagieren mit höherer Volatilität, steigende Ölpreise schaffen ein schwieriges Umfeld. Die aktuellen Ereignisse sind aus vielen Gründen beunruhigend, doch die Geschichte lehrt, dass der Einfluss derartiger Episoden auf langfristige Anlageergebnisse meist unerheblich ist.
An den Märkten sind die geopolitischen Spannungen vor allem über die Energiepreise spürbar. Die Furcht vor einer Versorgungsunterbrechung hat die Ölpreise in die Höhe getrieben und droht nicht nur die Inflationserwartungen und die Geldpolitik, sondern auch die Stimmung an den Märkten zu belasten.
Allerdings scheinen die Märkte eher kurzfristige Risiken neu einzupreisen, eine fundamentale Neubewertung der langfristigen Wirtschaftsaussichten signalisieren sie nicht. Anders ausgedrückt: Die Reaktion der Märkte war spürbar, deutet jedoch nicht auf einen nachhaltigen Wachstumsschock hin.
Es ist nur natürlich, dass Anlegerinnen und Anleger die Entwicklungen genau verfolgen – die Furcht vor einer Eskalation und weiteren Ausweitung der Krise ist angesichts der Bedeutung der Region für die globale Ölproduktion und -distribution verständlich. Kurzfristig rechnen wir mit weiterer Unsicherheit und schwankenden Ölpreisen, allerdings passen sich die Märkte meist schnell an, wenn Szenarien klarer werden und Extremereignisse ausbleiben.
Parallele Kursverluste an den Aktien- und Anleihemärkten gehen oft mit Inflationsängsten, politischer Unsicherheit oder einer plötzlichen Neubewertung von Risiken einher, in der Vergangenheit waren derartige Marktkonstellationen jedoch selten von Dauer. Die Märkte passen sich meist an, sobald der Inflationsdruck nachlässt, der politische Staub sich legt und die Unsicherheit schwindet.
Geopolitische Ereignisse sind für die langfristige Marktentwicklung meist nicht relevant, es sei denn, sie haben
Ansonsten erholen sich die Märkte in der Regel selbst bei anhaltenden Spannungen schnell. Zwar mögen Märkte keine Unsicherheit, dennoch sind drastische Reaktionen auf geopolitische Ereignisse normalerweise von kurzer Dauer: Nach bedeutenden geopolitischen Ereignissen früherer Jahrzehnte haben Aktien sechs und zwölf Monate später im Durchschnitt positive Renditen abgeworfen.
Marktphasen, in denen sowohl Aktien als auch Anleihen unter Druck kommen, können äußerst unangenehm sein und fühlen sich oft einzigartig an, doch tatsächlich sind solche Krisen Teil des Anlegerlebens. Kurzfristig ist weitere Volatilität denkbar, doch für langfristige Ergebnisse sind weiterhin Fundamentaldaten wie Wirtschaftswachstum, und Inflation sowie die Glaubwürdigkeit der Politik entscheidend. Mit Disziplin, einem diversifizierten Portfolio und dem Blick auf langfristige Ziele waren Anlegerinnen und Anleger in der Vergangenheit am besten aufgestellt, um kurzfristige Unsicherheit zu überstehen und langfristiges Wachstumspotenzial auszuschöpfen.
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