• Schwankungen und Kursverluste können einen schnell nervös machen.
  • Wer jedoch in turbulenten Marktphasen in Bareinlagen umschichtete, verpasst aus historischer Sicht in vielen Fällen die anschließende Erholung.
  • Gegen Angst vor Schwankungen hilft vor allem Disziplin

Vier Grafiken für turbulente Marktphasen

Weltpolitische Ereignisse waren in der Vergangenheit immer wieder Auslöser von Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Auch Veränderungen bei den Zinsen, enttäuschende Unternehmensergebnisse, Ernüchterungen nach übertriebenen Erwartungen oder Anzeichen für wirtschaftliche Schwäche einzelner Länder können Faktoren sein, die die Aktienkurse weltweit zum Schwanken bringen.

Besonders in turbulenten Marktphasen ist es für Anleger wichtig, sich auf ihre langfristigen Ziele zu konzentrieren und an ihren Anlageplänen festzuhalten. Anhand von vier Diagrammen erklären wir, warum.  

Kursrückgänge sind kein seltenes Phänomen – die meisten Anlegerinnen und Anleger überstehen im Laufe ihres Lebens mehr als einen Abschwung.   

Bärenmärkte, also Phasen mit Kursrückgängen von 20 % und mehr, sind Teil des Anlegerlebens. Was am Ende zählt, sind nicht kurzfristige Schwankungen, sondern langfristige Ergebnisse.   

Seit 1972 haben europäische Anlegerinnen und Anleger mit einem globalen Aktienportfolio nicht weniger als zehn Bärenmärkte erlebt. Die Geschichte zeigt jedoch, dass sich Aktien erholten und schließend langfristig hohe Renditen abwarfen, auch wenn zukünftige Entwicklungen an den Märkten nicht den gleichen Mustern folgen müssen wie in der Vergangenheit. Die Grafik zeigt Bärenmärkte in grau und den weltweiten Aktienmarkt anhand des MSCI AC World Index in grün.  

Entwicklung des Weltaktienmarkts seit 1972. Trotz zwischenzeitlicher Rückgänge stieg der Index langfristig an.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.

Hinweise: Die Grafik zeigt die Wertentwicklung des MSCI World Index für den Zeitraum vom 1. Januar 1972 bis zum 31. Dezember 1987, anschließend die Wertentwicklung des MSCI AC World Index. Die schattierten Bereiche zeigen Bärenmärkte an, die definiert sind als ein Kursrückgang von mehr als 20% zwischen dem vorherigen Höchststand bis zum Tiefstand.

Quelle: Berechnungen von Vanguard in EUR auf Grundlage von Daten von Refinitiv; Stand: 02. Januar 2026.  

Markt-Timing ist schwierig und riskant – die besten und die schwächsten Handelstage liegen oft dicht beieinander.  

Markt-Timing beschreibt den Versuch, zum idealen Zeitpunkt mit seinen Investments in den Markt aus- und wieder einzusteigen. Was theoretisch möglich erscheint, ist in der Praxis meistens zum Scheitern verurteilt: Wer sich an Timing-Strategien versucht, verpasst womöglich die Erholung nach dem Kursrückgang – und könnte damit die eigenen Anlageziele gefährden.

In der Vergangenheit lagen die besten und schlechtesten Handelstage oft nah beieinander und fielen häufig in volatile und turbulente Marktphasen. Mehr als die Hälfte der besten Handelstage gab es in Jahren mit einer insgesamt negativen Wertentwicklung. Das zeigt: Erfolgreiches Markt-Timing ist äußerst schwierig.  

Viele der besten und schlechtesten Tage an den Aktienmärkten lagen zeitlich nahe beieinander.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge. Die Beobachtungen basieren auf Mustern der Vergangenheit und garantieren keine Erfolg in der Zukunft.  

Hinweise: Die Grafik zeigt die Tagesrenditen des MSCI World Index für den Zeitraum vom 1. Januar 1980 bis zum 31. Dezember 1987, anschließend die Wertentwicklung des MSCI AC World Index. Die goldenen Balken entsprechen den 20 besten Handelstagen, die grünen Balken den 20 schlechtesten Handelstagen, jeweils seit dem 1. Januar 1980.  

Quelle: Berechnungen von Vanguard in EUR auf Grundlage von Daten von Refinitiv; Stand: 02. Januar 2026.   

Panikverkäufe in turbulenten Marktphasen sind keine gute Idee.  

Schnelle und deutliche Kurseinbrüche sind selten, doch wenn sie auftreten, lösen manche Anleger aus Angst ihr Portfolio auf. Das Problem: Sie müssen nicht nur den passenden Zeitpunkt für einen Ausstieg finden, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt wieder an den Markt zurückkehren. Und wer sich lange vom Markt zurückzieht, macht die Situation womöglich sogar schlimmer.

Portfolios mit einer Mischung aus Aktien und Anleihen zeigten in der Vergangenheit geringere Schwankungen als eine reine Aktienstrategie. Die passende Mischung ist aber immer von deinen persönlichen Umständen und deiner Risikotoleranz abhängig. Die Zahlen in den Kreisen zeigen, wie wahrscheinlich es ist, bei einem Ausstieg aus dem Aktienmarkt geringere Rendite gegenüber einem Investment mit 60 % Aktien und 40 % Anleihen zu erreichen. Die Zahlen darunter drücken aus, wie viel schlechter Anleger in der Vergangenheit bei einem Ausstieg abgeschnitten hätten.  

Ein Rückzug aus dem Weltaktienmarkt in Barmittel für 3, 6 oder 12 Monate hat historisch häufig zu niedrigeren Renditen geführt.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.  

Hinweise: Das Diagramm zeigt die Verteilung der Mehrrenditen von Barmitteln gegenüber einem global diversifizierten Portfolio mit einem Aktienanteil von 60% und einem Anleiheanteil von 40% über einen Zeitraum von 3, 6 und 12 Monaten, nachdem die 3-Monats-Gesamtrendite globaler Aktien unter 5% lag. Aktien sind globale Aktien (MSCI AC World Total Return Index). Anleihen sind globale Anleihen (währungsgesichert) (Bloomberg Global Aggregate Bond Index Euro Hedged). Bargeld entspricht  dreimonatigen Euro-Einlagen in ein festverzinsliches Sparkonto. Daten für den Zeitraum zwischen dem 28. Februar 1999 bis zum 31. Dezember 2025.  

Quelle: Berechnungen von Vanguard in EUR auf Grundlage von Daten von Refinitiv; Stand: 31. Dezember 2025.  

Kursrückgänge durch geopolitische Ereignisse halten oft nicht lange an.

Weltpolitische Geschehnisse wie Krisen, Kriege oder Handelskonflikte können die Märkte jederzeit unvorhersehbar beeinflussen und zu Kursrückgängen führen. In vielen Fällen hielten vergangene Abverkäufe nicht lange an und die Märkte erholten sich bereits nach kurzer Zeit wieder. Die Grafik zeigt die Rendite der Märkte während des Einbruchs sowie sechs und zwölf Monate nach dem jeweiligen Ereignis. Der Zeitpunkt und das Ausmaß der Erholung variierten je nach Ereignis.  

Nach geopolitischen Ereignissen habe sich die Aktienmärkte oft innerhalb von 6 bis 12 Monaten erholt.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.  

Hinweise: Berechnung der Renditen auf Grundlage des MSCI World Index (für den Zeitraum vom 1. Januar 1982 bis zum 31. Dezember 1987) sowie des MSCI AC World Index (anschließend). Alle Renditen sind Kursrenditen. In den obigen Diagrammen nicht immer dargestellt, aber in den Durchschnittswerten enthalten, sind die Renditen im Anschluss an die folgenden Ereignisse: israelisch‑arabischer Krieg und Ölkrise infolge des Ölembargos (1973), Amtsenthebungsverfahren gegen den US‑Präsidenten Richard Nixon (1974), Sturz des iranischen Schahs und dessen Exil (1979), iranische Geiselkrise (1979), US‑Militärintervention in Grenada (1983), US‑Luftangriffe auf Libyen (1986), Amtsenthebungsverfahren gegen den US‑Präsidenten Bill Clinton (1998), Kosovo‑Konflikt (1999), Arabischer Frühling (2011), internationale Militärintervention in Libyen (2011), russisch-ukrainischer Konflikt (ab 2014), internationale militärische Intervention gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ in Syrien unter Beteiligung der USA (ab 2014), Russland-Ukraine-Konflikt (ab 2022), bewaffneter Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen (ab 2023) sowie die Einführung bzw. Ausweitung von Handelszöllen durch die Vereinigten Staaten (2025).

Quelle: Berechnungen von Vanguard in EUR, basierend auf Daten von Refinitiv, Stand: 02. Januar 2026.  

Bonustipps für turbulente Marktphasen

Wenn die Kurse an den Märkten fallen, solltest du auf Kurs bleiben und Überreaktionen vorbeugen. Diese fünf einfachen Tipps können dir dabei helfen.  

Rauschen ignorieren

Ein altes Sprichwort rät, bei Kurseinbrüchen nicht ins Portfolio zu schauen. Ein kluger Rat.  

Wie die Grafiken oben zeigen, führen übereilte Entscheidungen selten zu guten Ergebnissen.  

Balance überprüfen  

Wem Kurseinbrüche den Schlaf rauben, der sollte seine Risikotoleranz nochmal genau analysieren. Auch für viele Anleger, die weniger Schwankungen vertragen, gibt es passende Investments.  

Auf Kosten achten

Gebühren können die Rendite schmälern, was in Zeiten fallender Märkte besonders schmerzhaft ist.  

Realistische Ziele setzen

Historische Durchschnittsrenditen sind genau das: Durchschnittswerte. In einigen Jahren sind die tatsächlichen Renditen höher, in anderen niedriger.  

Breite Streuung beibehalten

Mit einer Mischung von verschiedenen Anlageklassen (Aktien, Anleihen) und einer weltweiten Streuung kannst du dein Portfolio auf deine Risikotoleranz abstimmen. Anleihen können Abschwünge abfedern. Wenn das Portfolio breit gestreut ist, fallen Verluste bei einzelnen Werten weniger stark ins Gewicht.   

 

Dies ist eine Marketingmitteilung.  

Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken  

Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Anleger:innen erhalten den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht in voller Höhe zurück. Es besteht das Risiko eines Totalverlustes.  

Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.

ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.  

Man kann nicht direkt in einen Index investieren, da dieser ein hypothetischer Wertpapierkorb ist. Indexfonds und -ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index bestmöglich ab. Simulierte Wertentwicklungen zu möglichen Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.  

Wichtige allgemeine Hinweise  

Vanguard stellt nur Informationen zu Produkten und Dienstleistungen bereit und erteilt keine Anlageberatung basierend auf individuellen Umständen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Anlageentscheidung oder zur Eignung bzw. Angemessenheit des/der beschriebenen Produkts/Produkte haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.  

Die hier enthaltenen Informationen sind nicht als Angebot oder Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren in irgendeiner Gerichtsbarkeit zu verstehen, in der ein solches Angebot oder eine solche Aufforderung rechtswidrig ist, oder gegenüber Personen, gegenüber denen ein solches Angebot oder eine solche Aufforderung gesetzlich nicht gemacht werden darf, oder wenn derjenige, der das Angebot oder die Aufforderung macht, dafür nicht qualifiziert ist. Die Informationen stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Sie dürfen sich deshalb bei Anlageentscheidungen nicht auf den Inhalt verlassen. 

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