Unglückliches Timing vs. Sparkonto: Ein Pechvogel-Anleger und sein Depot
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Unglückliches Timing vs. Sparkonto: Ein Pechvogel-Anleger und sein Depot

Was, wenn man kurz vor dem nächsten Kurseinbruch anlegt? Vanguard-Berechnungen haben sich genau mit dieser Frage beschäftigt und die hypothetische Rendite eines Anlegers analysiert, der zufällig immer am Höhepunkt vor einem Einbruch sein Geld anlegte.

Einer der wichtigsten Schritte, um seinen finanziellen Zielen näher zu kommen, könnte die Entscheidung sein, überhaupt erst mit dem Anlegen zu beginnen. Eine häufige mentale Hürde kann dabei die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt sein. Was, wenn man etwa kurz vor dem nächsten Kurseinbruch anlegt?

Vanguard-Berechnungen haben sich genau mit dieser Frage beschäftigt und die hypothetische Rendite eines Anlegers analysiert, der zufällig immer am Höhepunkt vor einem Einbruch sein Geld anlegte. Selbst mit wiederholt unglücklichem Timing hätte unser Pechvogel am Aktienmarkt langfristig wesentlich mehr für sich herausgeholt als auf dem Sparkonto, sofern er diszipliniert investiert geblieben wäre (Grafik 1).

Weltweit bewährt, kosteneffizient und langfristig gedacht

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In unserem Beispiel hat unser hypothetischer Anleger seit 1997 immer genau am Höhepunkt vor sieben historischen Kurseinbrüchen Geld in einen Indexfonds auf den FTSE All-World Index investiert. Bei Einzahlungen hat er jeweils rund 6.429 € angelegt, sodass er insgesamt auf eine Summe von 45.000 € an Einzahlungen kommt. Unsere Rechnung ist etwas vereinfacht, denn sie enthält keine Kosten oder steuerlichen Auswirkungen.

Das Sparkonto simulieren wir mithilfe des offiziellen Einlagenzinssatzes der Europäischen Zentralbank zum jeweiligen Zeitpunkt. Über den gesamten Zeitraum ergibt sich ein Einlagenzins von durchschnittlich jährlich rund 1,8 %. Weil der Euro erst zwischen 1999 und 2001 Schritt für Schritt eingeführt wurde, gibt es vor 1999 keine Daten für diesen Zinssatz. Wir haben ihn daher bis Februar 1999 geschätzt und für diesen Zeitraum rund 3 % pro Jahr veranschlagt. Investments vor der Euro-Einführung haben wir entsprechend in Euro umgerechnet.

Unglückliches Timing am Weltaktienmarkt (FTSE All-World Index) vs. Sparkonto mit durchschnittlich rund 1,8 % jährlicher Rendite

Rendite eines hypothetischen Anlegers, der in einen Indexfonds auf den Weltaktienmarkt anlegt, und immer am Höhepunkt vor dem nächsten Einbruch investiert.

Grafik 1

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.

Die Wertentwicklung eines Index ist keine exakte Darstellung einer bestimmten Anlage, da Anleger nicht direkt in einen Index investieren können. Die Darstellung berücksichtigt keine Kosten oder Steuern, die bei der Geldanlage anfallen können.

Hinweis: Die Grafik zeigt die Wertentwicklung des FTSE All-World Index mit reinvestierten Ausschüttungen für den Zeitraum vom 30. September 1997 bis zum 27. Februar 2026, jedoch ohne Kosten. Die gestrichelten Linien zeigen die einmaligen Einzahlungen an, die insgesamt 45.000 € entsprechen. Die grüne Linie zeigt die Wertentwicklung des hypothetischen Investments basierend auf der vergangenen Wertentwicklung des Index an. Die durchgehende graue Linie zeigt das Ergebnis eines Sparers an, der die gleichen Einzahlungen in sein Sparkonto mit dem jeweils geltenden Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (durchschnittlich jährlich rund 1,8 %) eingezahlt hat.

Ein wackeliger Einstieg

Begonnen hat unser Pechvogel mit seiner ersten Einzahlung kurz vor der Asienkrise – einer Finanz- und Währungskrise, die im Jahr 1997 ihren Anfang nahm. Der Wert seines Investments schrumpfte kurzzeitig um 266 €. Kaum hatte sich sein Depot erholt, investierte er erneut. Diesmal war es der russische Staatsbankrott 1998, bei dem sein Portfolio 1.550 € an Wert verlor.

Von Einbruch zu Einbruch, von Erholung zu Erholung

Zur Zeit der Dot-Com-Blase war unser Anleger wieder deutlich im Plus, und prompt legte er wieder Geld an. Anschließend platzte nicht nur die Blase, sondern es folgten auch Marktschocks durch die Anschläge des 11. Septembers und den nachfolgenden Krieg in Afghanistan. Im Jahr 2003 stand ein zwischenzeitlicher Verlust von –25 % auf dem Depotauszug. Rund vier Jahre später (2007) hatte sich das Portfolio wieder deutlich erholt und die Einzahlungen von rund 19.300 € waren auf einen Depotwert von mehr als 28.000 € angewachsen.

Am Abend vor dem Start der Aktienmarktturbulenzen aufgrund der globalen Finanzkrise legte der Anleger im Oktober 2007 weitere 6.429 € in seinen Indexfonds an. Trotz der langatmigen weltweiten Markt- und Wirtschaftskrise hatte sich der Wert seiner Einzahlungen bis zum Jahr 2019 insgesamt in etwa verdreifacht. Noch drei Mal legte unser Pechvogel kurz vor Kurseinbrüchen Geld an: Ende 2019 vor der Covid-Pandemie im Folgejahr, im Dezember 2021 vor dem Ukraine-Krieg und im Dezember 2024 vor dem sogenannten „Liberation Day“, als die USA weitreichende Handelszölle ankündigten.

Die Bilanz

Das Ergebnis nach knapp 30 Jahren Geldanlage zu den denkbar schlechtesten Zeitpunkten: Ein Wachstum von +340 %. Das bedeutet, aus Einzahlungen von insgesamt 45.000 € wurden bis Ende Februar 2026 rund 199.000 €. Aus den gleichen Einzahlungen zu denselben Zeitpunkten wären auf einem hypothetischen Sparkonto mit einer Verzinsung zum offiziellen europäischen Einlagenzins über denselben Zeitraum nur knapp 60.000 € geworden.

Unser Rechenergebnis zeigt: Unser Anleger hat sich immer und immer wieder mit seinem Geld an den Kapitalmarkt gewagt und konnte dadurch mithilfe des Zinseszinseffekts ein beachtliches Vermögen aufbauen. Dass der Anleger seinem Investment Zeit gab, um sich zu erholen, anstatt perfektes Market-Timing zu versuchen, war dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor, der ihm dabei half, wesentlich mehr aus seinem Geld zu machen als ein Sparer. Zu beachten ist, dass unser Anleger zu keinem Zeitpunkt verkauft hat.

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