Der Vanguard Portfolio-Check 2026: Aufbau der Untersuchung
Die Erkenntnisse aus knapp 166.600 Anlegerportfolios können dir vielleicht nützliches Wissen und Inspiration für dein Portfolio liefern.

Die Erkenntnisse aus knapp 166.600 Anlegerportfolios können dir vielleicht nützliches Wissen und Inspiration für dein Portfolio liefern.
Analysierte Anlegerportfolios: ~ 166.600
Analysiertes Portfoliovolumen 6,8 Mrd. €
Daten auf Basis der Portfolio-Tracker extraETF, getquin, Parqet
1. Juli 2023 bis 30. Juni 2025
Mit dieser groß angelegten Untersuchung bieten wir dir einen für den deutschsprachigen Raum einzigartigen Blick in die Portfolios von Anlegern, die selbst über ihre Geldanlage entscheiden. Im Auftrag von Vanguard haben die Finanzexperten Prof. Dr. Oscar Stolper von der Philipps-Universität Marburg und Dr. Dominik Scheld von der Goethe-Universität Frankfurt rund 18 Millionen Datenpunkte2 über zwei Jahre von Mitte 2023 bis Mitte 2025 untersucht. Die Erkenntnisse aus knapp 166.600 Anlegerportfolios3 können Lesern nützliches Wissen und Inspiration für das eigene Portfolio liefern.
Unsere Daten stammen von extraETF, getquin und Parqet, drei Anbietern von Portfolio-Tracking-Apps. Portfolio-Tracker ermöglichen es Anlegern, mehrere Depots in einer App zu bündeln, um ihre Investments gesammelt nachzuverfolgen und zu analysieren. Daher bietet diese Untersuchung einen ganzheitlichen Blick auf Anlegerstrategien – im Gegensatz zu Analysen, die einzelne Depots analysieren. Unser Ziel: Strategien anstatt nur Depots betrachten. Auch der Umfang der Daten, nämlich über die drei Tracking-Anbieter und ihre Communities hinweg, macht diese Untersuchung in ihrer Breite bislang einzigartig. Erhalten und verarbeitet haben wir ausschließlich vollständig anonymisierte Daten, die keinen Rückschluss auf einzelne Personen zulassen. Gleichzeitig erlauben die Datensätze die Rekonstruktion einzelner Portfolios sowie die Analyse des Handelsverhaltens über die Zeit.
Wie sind die Portfolios von Anlegern aufgebaut?
Welche Rolle spielen ETFs1, Einzeltitel-Investments und klassische Fonds?
Welche Rolle spielen unterschiedliche Anlageklassen?
Bleiben Anleger bei der Geldanlage am Ball?
Welche Strategie lässt sich erkennen?
Wie verhalten sich Anleger bei Marktschwankungen?
Könnten sich Anleger noch laufende Fondsgebühren sparen?
Was Anleger von Anlegern lernen könnten: Unterschiede zwischen Strategien mit mehr und weniger Vermögen.
Portfolio-Tracker erlauben es auch, Musterportfolios zu erstellen und nachzuverfolgen. In diese Analyse sind jedoch ausschließlich Echtgeld-Depots eingeflossen. Darüber hinaus wurden nur Portfolios mit einem Volumen von maximal 250.000 € berücksichtigt. Dadurch wollen wir zum einen die Analyse möglichst auf typische Privatanleger fokussieren und zum anderen Verzerrungen durch besonders große Portfolios vermeiden. Die Bereinigungsschritte ergaben zum Stichtag 30. Juni 2025 zirka 18,5 Millionen Beobachtungen (Datenpunkte) aus 166.587 echten Portfolios mit einem durchschnittlichen Volumen von rund 40.000 €. Wobei wir über den gesamten Betrachtungszeitraum im Schnitt auf 125.000 Portfolios mit einem durchschnittlichen Portfoliovolumen von rund 36.000 € blickten, denn die Nutzerzahl der Portfolio-Tracker stieg bis zum Ende des Betrachtungszeitraum deutlich an.
Die Rohdaten der Portfolio-Tracker enthalten mehr als eine Million unterschiedliche Wertpapierkennungen (ISINs). Ein großer Teil davon stammte aus kurzfristigen Derivategeschäften, die jeweils mit eigenen ISINs ausgestattet sind, aber nur von wenigen Anlegern genutzt wurden. Um die Analyse zu fokussieren und Vergleichbarkeit herzustellen, haben wir die Daten auf die 1.000 relevantesten ISINs beschränkt. Da nicht für alle Plattformen Daten zu Kryptowerten zur Verfügung stehen, haben wir uns entschlossen, diese nicht zu berücksichtigen und uns auf traditionelle Portfoliobausteine zu konzentrieren. Trotz dieser Fokussierung deckt die Stichprobe rund drei Viertel des gesamten Handelsvolumens ab. Allerdings reduzierte sich auch dadurch die Gesamtzahl der Portfolios.
Unsere Portfoliodaten basieren auf genauen Momentaufnahmen der Portfoliobestände zum Ende jedes Quartals. Indem wir zusätzlich Transaktionsdaten betrachten, können wir die genauen Portfoliostrukturen zu jedem Zeitpunkt rekonstruieren. Dadurch konnten wir auch feststellen, wie Anleger rund um bestimmte Marktereignisse gehandelt haben. Dabei beachten wir in dieser Analyse zum jetzigen Stand vor allem die möglichen Stellschrauben für den Anlageerfolg anstatt den Anlageerfolg selbst.
Neben dem Blick auf das große Ganze haben wir auch analysiert, wie sich Anleger mit höherem Anlagevolumen von Menschen mit kleineren Portfolios unterscheiden. Dafür haben wir die Daten nach dem Portfoliovolumen der Anleger eingeteilt:
Unser Datensatz ist in dieser Form einzigartig, aber er bringt auch mögliche Verzerrungen mit sich, vor allem weil die Nutzer von Portfolio-Tracking-Apps eine spezielle Zielgruppe sind: Die Tracker-Apps dürften vor allem Anleger ansprechen, die sich bereits für die Themen Investieren und besonders für Aktien und ETFs begeistern, was auch die Erkenntnisse dieser Untersuchung beeinflusst. Die Anleger in dieser Analyse entscheiden überwiegend selbst über ihre Geldanlage und dürften zudem über ein überdurchschnittliches Maß an Finanzwissen verfügen. Es wäre daher möglich, dass unsere Erhebung nicht den gesamten Privatanleger-Markt in Deutschland repräsentiert – unsere Analysen ermöglichen aber einen spannenden Einblick in das Verhalten einer besonders aktiven und informierten Anlegergruppe.
Alle drei Anbieter der Portfolio-Tracker sind vor allem im deutschen Markt verbreitet. Der Fokus liegt damit auf Anlegern in Deutschland, auch wenn vereinzelt Daten von Nutzern aus anderen Ländern enthalten sein können.
Eines der wichtigsten Merkmale der Apps ist der Überblick über das gesamte Portfolio der Anleger inklusive mehrerer Depots, wenn vorhanden. Um mehr als ein Depot zu verfolgen, braucht man bei zwei der drei Anbieter einen Premiumaccount, sodass bei manchen Nutzern möglicherweise nicht alle vorhandenen Depots in dieser Untersuchung erfasst werden. Wir halten es aber für wahrscheinlich, dass diese Anleger am ehesten ihr strategisch wichtigstes Depot tracken würden.

Hat seit 2020 die Professur für Behavioral Finance am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Philipps-Universität Marburg inne. Oscar Stolper beschäftigt sich in seiner Forschung vorrangig mit Themen der empirischen Kapitalmarktforschung sowie der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie (Behavioral Finance). Hierbei untersucht er insbesondere das Entscheidungsverhalten privater Haushalte in ihrer Rolle als Kapitalmarktteilnehmer.

Ist seit 2025 Interim-Professor für Finance an der Goethe-Universität Frankfurt. Zuvor war er als Assistant Professor an der Philipps-Universität Marburg tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der empirischen Kapitalmarktforschung, Household Finance und Behavioral Finance. Im Rahmen seiner Promotion befasste er sich unter anderem mit der Transparenz von Fondsinformationen und deren Bedeutung für Privatanleger.
1 Hinweis: Ein Datenpunkt ist definiert als die quartalsweise Beobachtung eines Wertpapiers je Investor, also als Kombination aus Investor, ISIN und Stichtag.
2 166.000 Anlegerportfolios zum Stichtag 30.06.2025. Über den gesamten Beobachtungszeitraum lag die Zahl der Anlegerportfolios bei durchschnittlich rund 125.000.
3 ETFs sind börsengehandelte Fonds. ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.
Dies ist eine Marketingmitteilung. Vanguard stellt nur Informationen zu Produkten und Dienstleistungen bereit und erteilt keine Anlageberatung basierend auf individuellen Umständen.
Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Anleger:innen erhalten den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht in voller Höhe zurück. Es besteht das Risiko eines Totalverlustes.
Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.
ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.
Festverzinsliche Wertpapiere bergen das Risiko eines Zahlungsausfalls bei Rückzahlungen und einer Beeinträchtigung des Kapitalwerts Ihre Investition. Außerdem kann das Ertragsniveau schwanken. Änderungen der Zinssätze haben wahrscheinlich Auswirkungen auf den Kapitalwert von festverzinslichen Wertpapieren. Unternehmensanleihen können höhere Erträge abwerfen, bergen aber auch ein höheres Kreditrisiko. Dadurch steigt das Risiko eines Zahlungsausfalls bei Rückzahlungen und einer Beeinträchtigung des Kapitalwerts Ihre Investition. Das Ertragsniveau kann schwanken und Änderungen der Zinssätze haben wahrscheinlich Auswirkungen auf den Kapitalwert von Anleihen.
Alternative Anlagen unterliegen weniger Regulierung, können illiquide sein und eine signifikante Verwendung von Hebelung umfassen, was sie wesentlich riskanter als andere Anlagen macht.
Derivative Finanzinstrumente sind finanzielle Kontrakte, deren Wert auf dem Wert einer Finanzanlage (wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Währungen) oder einem Marktindex basiert.
Wichtige allgemeine Hinweise
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