Vorteile und Nachteile von ETFs
ETFs bieten eine gute Möglichkeit einer Geldanlage, die auch für Anfängerinnen und Anfänger leicht zugänglich ist. Doch ETFs haben wie andere Anlageformen Vor- und Nachteile.

ETFs bieten eine gute Möglichkeit einer Geldanlage, die auch für Anfängerinnen und Anfänger leicht zugänglich ist. Doch ETFs haben wie andere Anlageformen Vor- und Nachteile.
ETFs sind an der Börse gehandelte Fonds, die viele verschiedene Wertpapiere oder Vermögenswerte enthalten.
ETFs bieten durch Diversifikation unter anderem eine breitere Risikostreuung als Einzelaktien, geringe Kosten, eine vergleichsweise höhere Chance auf Rendite und Flexibilität.
ETFs sind mit Risiken durch Kursschwankungen verbunden. Zudem sind unter anderem das Kontrahentenrisiko und Wechselkursrisiko bei ETFs von Nachteil.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind an der Börse gehandelte Fonds, die viele verschiedene Wertpapiere oder Vermögenswerte enthalten. Sie bilden bei einer passiven Anlagestrategie einen bestimmten Index wie etwa den FTSE All-World Aktienindex ab. Der ETF enthält dann die Aktien von allen oder den meisten Unternehmen aus diesem Index. Das macht es für Anlegerinnen und Anleger möglich, ihr Portfolio mit zahlreichen Wertpapieren zu diversifizieren und ihr Risiko zu streuen.
Bei ETFs mit aktiver Anlagestrategie trifft eine Fondsmanagerin oder ein Fondsmanager gezielte Entscheidungen zur Auswahl der Wertpapiere unterschiedlicher Unternehmen, um bestimmte Marktchancen zu nutzen oder Risiken zu streuen.
ETFs bieten viele Vorteile für dich als Anlegerinnen und Anleger, wie etwa eine gute Risikostreuung, vergleichsweise geringe Kosten, eine Chance auf Rendite im Vergleich zu Sparprodukten, Transparenz, Flexibilität, eine Sparplan-Fähigkeit und einfachen Zugang.
Die Streuung oder Diversifikation ist ein Grundprinzip von ETFs. Dabei wird eine Geldanlage auf unterschiedliche Wertpapiere, Aktien, andere Vermögenswerte, aber auch Märkte, Währungen und Laufzeiten verteilt, sodass das Risiko gestreut wird. Denn durch die Streuung auf verschiedene Geldanlagen können Verluste in einer Anlage durch Gewinne in einer anderen ausgeglichen werden.
Passive ETFs bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Index ab, der hunderte oder tausende Wertpapiere enthalten kann. So kannst du bereits mit einem einzelnen ETF eine sehr breite Streuung für dein ETF-Portfolio erzielen, was bei Einzelaktien nicht der Fall ist.
Die ETF-Kosten fallen bei einer passiven Anlagestrategie auf Grund der niedrigen Verwaltungsgebühren für ein Fondsmanagement oft geringer aus als bei einer aktiven Anlagestrategie. Das ist ein Vorteil von passiven ETFs.
Zudem kann es beim Erwerb von Fonds einen Ausgabeaufschlag von einem bestimmten Prozentsatz der Kaufsumme geben. Das bedeutet für dich, dass du durch die vergleichsweise geringen Kosten von ETFs deine Renditechancen steigern kannst.
Mit einem passiv gemanagten Indexfonds kannst du langfristig eine Rendite erzielen, die in der Vergangenheit höher war als beispielsweise die Zinsen von Sparkonten und Tagesgeldern sein kann. Bei solchen Sparprodukten erhältst du aktuell kaum Zinsen. Die börsengehandelten Fonds bieten dir Chancen auf Wertsteigerungen und gegebenenfalls Dividenden, die du entweder ausschütten lassen oder wieder anlegen kannst.
Ein weiterer Vorteil von passiven ETFs ist, dass Anlegerinnen und Anleger genau wissen, in welche Wertpapiere sie investieren. Denn wenn der ETF physisch und vollständig einen Index abbildet, enthält er dieselben Wertpapiere wie der Index. Die Wertentwicklung verhält sich dadurch nahezu parallel zum Referenzindex, was sie transparent und nachvollziehbar macht.
Für ETFs gibt es keine festen Laufzeiten, sodass du Anteile an der Börse während der Handelszeiten verkaufen und somit wieder zu Geld machen oder neue erwerben kannst. So kannst du zu jedem Zeitpunkt über das Geld in deinen ETFs verfügen. Das gibt dir auch die Möglichkeit, über einen Sparplan oder über eine einmalige Zahlung in ETFs zu investieren. Um Vermögen aufzubauen, solltest du allerdings langfristig in ETFs investieren und nicht zu häufig Anteile erwerben und verkaufen.
Passive ETFs ermöglichen einen unkomplizierten Einstieg in den Kapitalmarkt. Sie werden an der Börse gehandelt und können wie Aktien zu den üblichen Börsenzeiten und aktuellen Marktpreisen erworben und verkauft werden. Dadurch entfällt der direkte Kontakt zu einer Fondsgesellschaft, was den Kaufvorgang vereinfacht. Zudem ist oft keine Mindestanlagesumme erforderlich, was den Zugang auch mit kleineren Beträgen ermöglicht.
Neben den zahlreichen Vorteilen haben ETFs auch einige Nachteile. Solche ETF-Risiken können Kursschwankungen, Kontrahentenrisiken, Wechselkursrisiken, Tracking-Differenz und Markttimings sein.
Wie auch bei anderen Wertpapieren bestehen bei Investments in passive ETFs Risiken durch Kursschwankungen. Wenn Kurse steigen oder fallen, wird dies genauso auf den jeweiligen ETF bzw. dessen Wertentwicklung übertragen. Daher solltest du dir über das Risiko von Kursschwankungen und über mögliche Verluste bewusst sein und je nach Anlageziel bewusst gegensteuern: Bei langfristigen Zielen etwa mit einem breit gestreuten Portfolio aus Aktien, bei kurzfristigen Zielen eher mit Fonds, die geringere Wertschwankungen aufweisen – zum Beispiel Anleihen-ETFs.
Sind mehrere Vertragspartner an einem ETF beteiligt, entsteht ein Kontrahentenrisiko. Dieses steht für die Möglichkeit, dass ein Handelspartner bei einem Finanzgeschäft seinen Pflichten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht nachkommt und deine Rendite beeinträchtigt. Das kann bei Swap-ETFs (synthetisch replizierenden ETFs) der Fall sein. Allerdings gibt es für Anlegerinnen und Anleger auf Grund gesetzlicher Vorgaben Schutzmechanismen, die dieses Risiko auf maximal 10 % des Fondsvermögens begrenzen. Vanguard ETFs sind immer physisch replizierend.
Investierst du in ETFs außerhalb des Euro-Währungsraums, besteht immer ein Wechselkursrisiko. Ein Investment in einen US-ETF kann beispielsweise durch einen Kursanstieg des Euro-US-Dollar-Wechselkurses hohe Verluste produzieren. Umgekehrt gibt es auch die Chance auf Wechselkursgewinne. Langfristig fallen Währungsveränderungen nicht stark in Gewicht.
Diesen Nachteil kannst du allerdings mit ETFs aus dem Euro-Raum umgehen. Zudem hast du die Möglichkeit, gegen Aufpreis währungsgesicherte ETFs außerhalb des Euro-Raums zu kaufen.
Als Tracking-Differenz wird die Abweichung der Wertentwicklung eines ETF vom eigentlichen Index bezeichnet. Diese Differenz tritt häufiger bei physisch replizierenden ETFs auf, die entweder vollständig oder teilweise einen Index nachbilden.
Gibt es Veränderungen hinsichtlich der Gewichtung im Index, muss der ETF diese Veränderungen ebenfalls möglichst exakt und zeitnah umsetzen, um die Abweichung zu minimieren. In diesem Zuge entstehen Transaktionskosten. Werden sie zu hoch, kann sich der Wert des ETF anders als der des Index entwickeln.
Hierbei handelt es sich weniger um ein Risiko, denn ein gewisser Tracking Error ist bei einer Indexabbildung unter anderem aufgrund von Gebühren unvermeidlich. Ein erfahrenes Fondsmanagement verfügt jedoch über nötige Know-How und ausgefeilte Prozesse, um die Tracking-Differenz so gering wie möglich zu halten.
Die Entwicklung deines ETF-Investments hängt unter anderem vom Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt ab. Kurzfristige Gewinne sind theoretisch möglich – sie erfordern jedoch präzises Market Timing, also das richtige Kaufen bei Tiefständen und Verkaufen bei Höchstständen.
Das Problem: Niemand kann dauerhaft zuverlässig vorhersagen, wann genau diese Zeitpunkte erreicht sind. Schon wenige verpasste gute Börsentage können die gesamte Rendite schmälern. Für die meisten Privatanlegende eignen sich ETFs daher vor allem für eine langfristige Anlagestrategie, bei der über regelmäßiges Investieren und längere Zeiträume hinweg systematisch Vermögen aufgebaut wird.
Anlageprodukte, die Marktschwankungen möglichst vermeiden
Ziel: Kapitalerhalt statt Rendite – Schwankungen meiden
Langer Anlagehorizont ermöglicht das Ausgleichen kurzfristiger Marktschwankungen
Ziel: Vermögensaufbau durch langfristige Marktentwicklung
Der ETF-Markt wächst schnell – und mit ihm die Vielfalt an Produkten. Neben klassischen, breit gestreuten ETFs gibt es mittlerweile immer mehr spezialisierte, thematische oder gehebelte ETFs, die nicht immer leicht zu durchschauen sind. Für Anlegende kann es dadurch zunehmend schwieriger werden, den Überblick zu behalten und die passenden Produkte für die eigene Anlagestrategie zu finden.
Ein Vorteil von Vanguard ETFs liegt in der bewusst einfachen und transparenten Produktstruktur. Statt ständig neue, trendbasierte ETFs aufzulegen, fokussiert sich Vanguard auf etablierte, breit diversifizierte Fonds mit langfristigem Anlagefokus – was insbesondere ETF-Anfängern eine bessere Orientierung und mehr Klarheit bietet.
ETFs bieten auch für Anfängerinnen und Anfänger einen einfachen Einstieg in die Geldanlage. Mit den ETFs von Vanguard erhältst du Zugang zur Welt der Geldanlage und kannst dabei von transparenten Produkten, niedrigen Kosten und langlebige Produkte, die für den langfristigen Vermögensaufbau entwickelt wurden.
Dies ist eine Marketingmitteilung.
Wichtige Hinweise zu Anlagerisiken
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Der Wert der Investitionen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Anleger:innen erhalten den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht in voller Höhe zurück. Es besteht das Risiko eines Totalverlustes.
Die frühere Wertentwicklung gibt keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.
ETF-Anteile können nur durch einen Makler erworben oder verkauft werden. Die Anlage in ETFs bringt eine Börsenmakler-Provision und eine Geld-Brief-Spanne mit sich, was vor der Anlage vollständig berücksichtigt werden sollte.
Wichtige allgemeine Hinweise
Vanguard stellt nur Informationen zu Produkten und Dienstleistungen bereit und erteilt keine Anlageberatung basierend auf individuellen Umständen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Anlageentscheidung oder zur Eignung bzw. Angemessenheit der beschriebenen des/der Produkts/Produkte haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater
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